Ehre sei Gott in der HöheZeitachse

Hier sind einige markante Zeitpunkte aufgeschrieben, sowohl von der biblischen Offenbarung als auch von den Etappen in der Entwicklung der unbiblischen Lehre von der Dreieinigkeit Gottes. Das meiste davon ist ein Auszug aus dem Buch von Joel Hemphill: "Ehre sei Gott in der Höhe", erhältlich bei Tamakai-Books für 20,00 €

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1491 v. Chr.
GOTT spricht zu Mose aus dem brennenden Busch und sagt: „Ich bin JHWH (meist mit HERR wiedergegeben) ... das ist mein Name ewiglich und meine Benennung für und für.“ (2. Mo 3, 15) 

1451 v. Chr. 
Mose sagt in seiner abschließenden Rede zum Volk Israel: „Höre Israel, der HERR (JHWH) ist unser Gott, der HERR (JHWH) allein.“ (5. Mo 6, 4) 

553 v. Chr. 
Der Prophet Daniel sieht in einer Vision Griechenland als einen gewalttätigen „Ziegenbock“, der mit „Wut“ zerstört. (Dan 8, 5-8; 21) 

500 v. Chr. 
Der griechische Philosoph Heraklit kommt zu der Vorstellung, dass die Welt von einem „feuergleichen Logos“ regiert wird, von einer göttlichen Macht, die ähnlich der menschlichen Vernunft ist und die Ordnungen und Muster in der Natur hervorbringt. 

430 v. Chr. 
Sokrates beginnt seine sorgfältige Suche nach dem „Logos“ in der menschlichen Vernunft mit intensiven Dialogen, die als sokratische Methode bekannt geworden ist. 

424 v. Chr. 
Der griechische Philosoph Platon wird in Athen als Sohn aristokratischer Eltern geboren; er wird der engagierteste und bekannteste Schüler von Sokrates werden. 

399 v. Chr. 
Sokrates wird von 500 Geschworenen verschiedener Verbrechen (einschließlich der Verführung der Jugend Athens) schuldig gesprochen und im Gefängnis hingerichtet. Verbittert über die Hinrichtung seines Lehrers verlässt Platon Athen und reist nach Nordafrika und Ägypten. 

386 v. Chr. 
Platon gründet eine Schule in Athen, die „Akademie“ genannt wird und der „Anbetung des Geistes“ gewidmet ist, in der er die Lehren von dem Logos und von der Dreieinigkeit Gottes zu lehren beginnt. (Der Historiker Edward Gibbon: The Decline and Fall of the Roman Empire; Band 2; S. 301) (Deutsche Ausgabe: Gibbons Geschichte des Verfalles und Unterganges des römischen Weltreiches) 

300 v. Chr. 
Zenon gründet die erste stoische Schule in Athen. Die Stoiker glauben an den Logos als die „göttliche Vernunft“ und den alles durchdringenden „Atem des Feuers“, eine Vorstellung, die sie von Heraklit, Sokrates und Platon übernommen haben. Diese Idee haben sie in den nächsten Jahrhunderten sehr stark in den Vordergrund gestellt. 

20 v. Chr. 
Philon von Alexandria (Philo Judaeus) wird in Alexandria in Ägypten geboren. Er sollte der profilierteste Schriftsteller des vorchristlichen Judentums werden. Noch bevor Jesus seinen Dienst in Galiläa aufgenommen hat, wird er als Anhänger Platons seine Vorstellung von dem Logos vorantreiben (er gebraucht die Begriffe „logos“ oder „göttlicher logos“ circa 1400-mal in seinen Schriften). 

4 v. Chr. 
Jesus Christus wird in Bethlehem von der Jungfrau Maria geboren 

30 n. Chr.
Jesus Christus redet wiederholt von dem alleinigen Gott, von dem allein wahren Gott, von ihm, seinem Vater, der der Schöpfer aller Dinge ist. Er bezeichnet ihn auch als seinen Gott, den er anbetet und zu dem er auffahren werde.
Jesus Christus bezeichnet niemals sich selbst als Gott, sondern macht seine völlige Abhängigkeit von seinem Gott und Vater unmissverständlich klar.

31 n. Chr. 
Im Frühjahr dieses Jahres wird Jesus Christus außerhalb der Stadtmauern Jerusalems gekreuzigt; aber drei Tage später ist er wieder auferweckt worden; siegreich über Tod, Hölle und Grab hat GOTT in ihm „die Sünde im Fleisch verdammt“ (Röm 8, 3). 

53 n. Chr. 
Der Apostel Paulus spricht in Athen auf dem Areopag in einer Predigt von dem „unbekannten GOTT“, der einen Tag festgesetzt hat, „an dem ER den Erdkreis mit Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann [Jesus], den ER dazu bestimmt hat“ (Apg 17, 31). 

60 n. Chr. 
Der Apostel Paulus warnt die Ältesten der Gemeinde in Ephesus in Griechenland, dass nach seinem Tod „räuberische Wölfe“ kommen werden, die in die Gemeinden eindringen und sie verwüsten werden (Apg 20, 29). 

64 n. Chr. 
Der Apostel Paulus schreibt einen Brief an die Christen in Kolossä und ermahnt sie, sich vor der (griechischen) Philosophie in Acht zu nehmen (Kol 2, 8). 

96 n. Chr. 
Johannes, der letzte überlebende Apostel stirbt, vermutlich in Ephesus in Griechenland. 

110 n. Chr. 
Der „Kirchenvater“ Justin der Märtyrer wird in Flavia Neapolis, Israel, geboren. Er wird später lehren, dass Jesus „Gott“ ist, auch wenn er an „zweiter Stelle“ nach dem „wahren GOTT selbst“ kommt. Er wird auch lehren, dass die Griechen Heraklit und Sokrates schon Christen gewesen sind, „denn Christus war und ist der Logos, der in allen Menschen wohnt.“ 

150 n. Chr. 
Der „Kirchenvater“ Clemens von Alexandria wird in Athen geboren. Er wird aufwachsen und Platon und die griechische Philosophie lieben, deren Lehren er mit der von ihm gewählten christlichen Religion vermischen wird. Er wird lehren, dass der Leib Christi nur eine „scheinbare Wirklichkeit“ gehabt hat und dass Jesus „weder Schmerz, noch Leid, noch Gefühle gekannt hat.“ Er wird von „der Dreieinigkeit, wie sie in Platons Timaios wiedergespiegelt ist“, sprechen. 

160 n. Chr. 
Der „Kirchenvater“ Tertullian wird in Karthago geboren und wird als Erwachsener Anwalt in Rom sein. Er wird über 900 neue Worte erfinden, einschließlich des Wortes „trinitas“ (Dreieinigkeit), um damit seinen Glauben zu erklären, dass Gott eine „substantia“ (Substanz) ist, die sich in drei verschiedenen und eigenständigen „personae“ (Personen) offenbart. Indem er auf griechische Quellen zurückgreift, wird er Vorstellungen, wie den „göttlichen Logos“ und die Trinität lehren und in den Vordergrund stellen. 

185 n. Chr. 
Der „Kirchenvater“ Origenes wird in Alexandria in Ägypten geboren. Durch den Einfluss der griechischen Philosophie und durch seine eigenen „Spekulationen“ über GOTT und die christliche Lehre wird er später die Präexistenz aller Seelen, die mögliche Rückkehr aller Geister (einschließlich des Teufels) zum Schöpfer, die Vergottung des Menschen und das Fegefeuer lehren. Aber seine Lehre, die das Verständnis der zukünftigen Christen am meisten verwirren wird, ist die „ewige Zeugung“ des Sohnes GOTTES, Jesus.

312 n. Chr. 
Der General Konstantin wird Kaiser des römischen Reiches. Trotz der Behauptung, in diesem Jahr zum Christentum übergetreten zu sein, wird er nicht aufhören, heidnische Funktionen auszuüben, Münzen mit heidnischen Bildern prägen zu lassen und den Bau heidnischer Tempel zu fördern. Erst auf seinem Sterbebett im Jahr 335 n. Chr. wird er sich taufen lassen. 

318 n. Chr. 
In Alexandria in Ägypten bricht ein Meinungsstreit über die Person Jesu Christi und seine Beziehung zu GOTT, dem Vater, aus. Dieser „arianische Streit“ zwischen den sich widersprechenden christlichen Fraktionen führt zu Gewalttätigkeiten auf den Straßen. 

325 n. Chr. 
Da dieser arianische Streit den Frieden innerhalb des Römischen Reiches gefährdet, beruft Kaiser Konstantin über 300 Bischöfe zu einem Konzil in seinem Palast in Nicäa (in der heutigen Türkei) ein. Dieses nicäische Konzil wird unter dem Druck Konstantins ein Glaubensbekenntnis formulieren, in dem behauptet wird, dass Jesus Christus „aus dem Vater geboren vor aller Zeit, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater“ ist. 

375 n. Chr. 
Drei christliche platonistische Theologen aus der Provinz Kappadokien, Basilius von Cäsarea, sein Bruder Gregor von Nyssa und Gregor von Nazianz führen die „spekulativen und platonischen Tendenzen von Clemens und Origenes“ fort und kommen zu der Vorstellung, dass GOTT eine Wesenheit (ousia) ist, die aus drei Personen (hypostasis) zusammengesetzt ist, aus dem Vater, dem Sohn und dem heiligen Geist, die wesensgleich und gleichewig sind: Die Dreieinigkeit. 

379 n. Chr. 
Der römische General Theodosius wird Kaiser von Rom. Als neu zum Christentum Bekehrter ist er dazu bestimmt, den immer noch schwelenden arianischen Streit zu beendigen. 

380 n. Chr. 
Theodosius erklärt das Christentum zur offiziellen und einzigen Religion des Römischen Reiches und erlässt eine Verfügung, dass alle Bürger des Römischen Reiches das nicänische Glaubensbekenntnis bekennen müssen oder ansonsten harte Strafen zu erleiden haben. 

381 n. Chr. 
Kaiser Theodosius beruft das „Konzil von Konstantinopel“, auch „das zweite ökumenische Konzil“ genannt, in die Stadt ein, nach der es benannt worden ist. Die Sicht der drei Kappadokier setzt sich bei dieser Versammlung von 186 Bischöfen durch, die die „Person“ und die „Gottheit“ des heiligen Geistes mit folgenden Worten bekennen: „Wir glauben an den heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird.“ Damit hat die Christenheit eine „primitive“ Lehre von der Dreieinigkeit erhalten, die aber viel Arbeit hinterlassen hatte, die noch getan werden musste. 

386 n. Chr. 
Der (heilige) Augustinus, der im Jahr 354 in Nordafrika geboren worden ist, ist in Mailand durch den Einfluss des Bischofs Ambrosius und „bestimmter Bücher“ Platons und anderer griechischer Philosophen zum Christentum übergetreten. Er glaubt, dass diese Bücher ihm geholfen haben, die Dreieinigkeit Gottes zu verstehen und dass Christus GOTT „gleich“ und „gleich ewig“ ist. Seine Schriften über die Dreieinigkeit werden die Christenheit in den nächsten 1600 Jahren stark beeinflussen. 

394 n. Chr. 
Kaiser Theodosius beginnt mit der Bestrafung der Heiden, die es ablehnen, das katholische Christentum zu übernehmen. Ein Aufstand in Thessalonich hat den Tod eines seiner Beamten zur Folge, was ihn veranlasst, aus Rache 7000 Bürger ermorden zu lassen, die er zu einer Unterhaltungsveranstaltung in die städtische Arena eingeladen hat. 

449 n. Chr. 
Auf Drängen Papst Leos beruft Kaiser Theodosius II. das „zweite Konzil von Ephesus“ ein, bei dem entschieden werden soll, ob es in Jesus zwei verschiedene Naturen oder nur eine vergöttlichte menschliche Natur gegeben hat. Die 135 Bischöfe werden festlegen, dass GOTT als Christus geboren wurde, gelitten hat und gestorben ist und dass Jesus der „gekreuzigte GOTT“ gewesen ist. Da dieses Konzil vielen vorangegangenen Konzilen widersprochen hat, wird es auch als „Räuberkonzil“ oder „Gangstersynode“ bekannt werden. 

451 n. Chr. 
Das Konzil von Chalcedon (Griechenland) oder das „vierte ökumenische Konzil“ wird zusammengerufen, um weiterhin die andauernden Streitereien zu beenden. Diese Versammlung von 600 Bischöfen annulliert die Erklärungen des „Räuberkonzils“, bestätigt Maria als „Mutter GOTTES“ und übernimmt Papst Leos Sicht, dass Christus zwei Naturen besessen hat, - eine menschliche und eine göttliche - und erweitert so Nicäa und Konstantinopel. 

525 n. Chr. 
Der römische Staatsmann und Philosoph Boethius wird im Westen bekannt. Sehr bewandert in der Philosophie Platons und Aristoteles wird er vier Abhandlungen über die Lehre von der Dreieinigkeit und die Person Jesu Christi schreiben und für die Christenheit einer der bekanntesten Ausleger der augustinischen Tradition des trinitarischen Denkens werden. 

1033 n. Chr. 
Anselm von Canterbury wird geboren. Er wird versuchen, die Irrlehren über die Dreieinigkeit zu korrigieren und vernünftiges Licht über das Mysterium/Geheimnis leuchten zu lassen. Der platonistischen Tradition Augustinus folgend, wird seine Sicht von der Dreieinigkeit die folgenden Kirchenkonzile sehr stark beeinflussen. 

1150 n. Chr. 
Richard von Sankt Viktor setzt die Arbeit der Definition der Dreieinigkeit fort und bietet einen neuen Weg des Denkens bezüglich der Einheit von „trinitarischen Personen“ an. 

1215 n. Chr. 
Das „vierte Laterankonzil“ wird einberufen, um sich mit den andauernden Missverständnissen in Bezug auf Details der Lehre von der Dreieinigkeit zu beschäftigen. 

1225 n. Chr. 
Der (heilige) Thomas von Aquin wird in Italien geboren. Er wird Dominikanermönch werden und unter dem Einfluss Platons, Aristoteles`, Augustinus` und anderen (Christen und Heiden) einen großen trinitarischen Beitrag leisten. Für seine Arbeit in Bezug auf die Einheit und Mehrheit des dreieinigen Wesens Gottes wird er später von den Päpsten zum „Doctor Angelicus“ ernannt werden. 

1438 n. Chr. 
Das „Konzil von Florenz“ ist einberufen worden. Es wird sich über einen Zeitraum von sieben Jahre versammeln, um Details der Lehre von der Dreieinigkeit zu diskutieren. 

1517 n. Chr. 
Der junge katholische Mönch Martin Luther nagelt seine „Fünfundneunzig Thesen“ an die Tür der Kirche in Wittenberg und beginnt die protestantische Reformation. Allerdings werden er und andere bekannte Reformatoren, wie Ulrich Zwingli und Johannes Calvin, an der Lehre von der Dreieinigkeit festhalten, ohne sie „ernsthaft zu überprüfen“. 

1553 n. Chr. 
Der Spanier Michael Servetus wird auf Veranlassung Johannes Calvins und anderer protestantischer Pastoren wegen des Vorwurfs Anti-Nicäaner zu sein und wegen seiner unorthodoxen Ansichten in Bezug auf die Trinität auf dem Scheiterhaufen in Genf verbrannt. 

2006 n. Chr. 
Papst Benedikt XVI. hält am 12. September in der Universität von Regensburg eine Rede, in der er die „Enthellenisierung des Christentums, die im Vorrücken ist“ lautstark verdammt. Er lobt die in der Vergangenheit geschehene Verknüpfung des „griechischen Geistes und des christlichen Geistes“, die, wie er sagt, zu einer „gegenseitigen Bereicherung“ geführt hat. Wiederholt gebraucht er mit großem Wohlgefallen die Begriffe Platonismus, Platoniker und Platonisten und zitiert den griechischen Philosophen Sokrates, den er mehrmals anerkennend erwähnt. 

(Hinweis: Die Zeitangaben sind nur ungefähr. Die angegebenen biblischen Ereignisse sind in der Mehrzahl auf der Arbeit von James Ussher gegründet, eine Autorität in Sachen biblischer Zeitrechnung aus dem 17. Jahrhundert.) 

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Quelle: Ehre sei GOTT in der Höhe, Joel W. Hemphill

 

   

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