Auslegung

Einige Anmerkungen und Gedanken zu verschiedenen Bibelstellen mache ich hier öffentlich, die mein derzeitiges Verständnis dieser Stellen versuchen wiederzugeben. Für Korrekturen und Zurechtweisungen bin ich offen und freue mich über ernst gemeinte Zuschriften.

Jes 44,6 Ich bin der Erste und bin der Letzte


Um zu beweisen, dass Jesus Christus Gott selbst sei, wird gerne Jesaja 44,6 genannt, wo Gott sagte:

Ich bin der Erste und bin der Letzte

um dann auf das Buch der Offenbarung zu verweisen, wo in Kap 1,17 und 2,8 der Herr Jesus sagte:

Ich bin der Erste und der Letzte

Das sind in der Tat fast identische Aussagen, und wenn damit tatsächlich derselbe gemeint ist, dann ist Jesus der Gott, der sich im AT als der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs vorstellte, der Gott, der Israel aus Ägypten führte und der sich JHWH (Jahweh) nannte, was bedeutet: "Ich bin der Ich bin" oder auch "Ich werde sein"
Wenn Jesus Christus Gott selbst ist, dann ist er natürlich nicht Gottes Sohn, aber diese Konsequenz will ich zunächst einmal außen vor lassen. Die Frage ist vielmehr, ob sich die beiden Aussagen wirklich auf denselben beziehen. Hierzu will ich nicht nur Versteile nennen, sondern die ganzen Verse:

Zunächst Jes 44,6:

So spricht der HERR, der König Israels und sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott.

Vielen Gläubigen werden in diesem Vers weitere Parallelen zum Herrn Jesus auffallen, nämlich dass er auch der König Israels genannt wird und nicht nur Israels, sondern unser aller Erlöser ist, auf den auch wir Heiden hoffen und warten. Einigen dürfte ferner geläufig sein, dass dem "HERR" in deutschen Übersetzungen das JHWH in den hebräischen Urschriften zugrunde liegt, der Eigenname Gottes (dazu mehr in einem kürzeren und einem längeren Artikel). Mit all dem scheint hinlänglich nachgewiesen zu sein, dass Jesus der Gott des AT ist, der einzige, alleinige und allmächtige Gott.

Doch langsam! Betrachten wir auch die Verse aus der Offenbarung vollständig und nicht nur auszugsweise:

Off 1,17-18 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot. Und er legte seine Rechte auf mich und sprach: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Hades.

Off 2,8 Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: Dies sagt der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde.

In diesen beiden Versen spricht eindeutig der Herr Jesus, auch wenn es durch einen Engel dem Johannes mitgeteilt wird. Der Herr Jesus nennt sich beide Male der Erste und der Letzte. Und beide Male fügt er hinzu, dass er tot war und wieder lebendig wurde. Wenn wir nun die Fortsetzung der Eingangs genannten Verse aus dem AT und NT nehmen und jeweils den ersten Teil weglassen, so ergibt dies:

Jes 44,6b Außer mir gibt es keinen Gott.

Off 1,17b Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit

Ergo: Der alleinige Gott war tot und ist nun lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit.

So mancher Bibelkenner wird bei diesem Gedanken zurecht mit dem Kopf schütteln, denn Gott ist doch unsterblich. Außerdem heißt es klar und deutlich, dass Gott seinen Sohn für uns dahingegeben hat (Joh 3,16).
Damit Jesus dennoch Gott sein kann, haben sich Trinitarier für dieses Problem vor langer Zeit eine Lösung erdacht: die "Zwei-Naturen-Lehre". Jesus habe eine göttliche und eine menschliche Natur. Prima. Somit ist er nur als Mensch gestorben, als Gott natürlich nicht. Demnach war Jesus nur halb tot oder besser gesagt: zum Teil tot - der menschliche Teil von Jesus war tot, der göttliche Teil von ihm nicht. "Ein geteilter Jesus", wie kürzlich jemand treffend feststellte. 

Hatte der Herr Jesus nur zur Hälfte recht, als er sagte: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit? Hat er mit diesem Zeugnis tatsächlich gemeint, dass nur sein menschlicher Teil tot war? Das wäre allerdings nur die halbe Wahrheit und somit eine ganze Lüge. 

Ich glaube, dass die Trinitarier lügen und der Herr Jesus die ganze Wahrheit gesagt hat. Er war tot. Ganz tot. Und Gott hat ihn wieder auferweckt. Leibhaftig auferweckt, denn das Grab war leer. Und somit ist der Herr Jesus nicht der alleinige allmächtige Gott, sondern der Sohn des lebendigen Gottes, sein Gesalbter (d.h. der Messias, der Christus). 

Aber wie kann er dann sagen, dass er der Erste und der Letzte ist, Worte, die Gott selbst gesagt hat? Ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht. Die Frage ist vielleicht, in welcher Hinsicht er der Erste und Letzte ist. Er wird in Heb 12 als der Anfänger und Vollender unseres Glaubens beschrieben. Er wird in 1.Kor 15 als der letzte Adam bezeichnet, obwohl nach ihm noch viele weitere Menschen geboren wurden. In Matthäus, Markus und Lukas spricht der Herr Jesus zudem von Ersten, die  Letzte sein werden und umgekehrt. Auch hier wird nicht angegeben, in welcher Hinsicht das gemeint ist, aber ohne Zweifel steht das nicht in Konkurrenz zu Jesu Selbstzeugnis, dass er der Erste und Letzte ist, der tot war und wieder lebendig wurde. Und noch weniger zu Gottes eigenen Worten, dass ER der Erste und der Letzte ist und es außer IHM keinen Gott gibt.

Jesus, der Gesalbte, ist also nicht JHWH, sondern er ist der Sohn des lebendigen Gottes.

 

Im Anfang schuf Gott (Elohim) die Himmel und die Erde

Das steht in 1.Mose 1,1 und es geht weiter mit:  Und Gott sprach… (V.3)  Und Gott sah… (V.4)

Gott, der die Himmel und die Erde erschaffen hat, ist EINER. Diese Annahme legt dieser erste Satz der Bibel meiner Meinung nach sehr nahe. Und das zieht sich als einer der sogenannten roten Fäden durch die gesamte Heilige Schrift. Davon zeugen alle persönlichen Fürwörter und Verben, die in der Bibel auf Gott bezogen werden: Ich, Du, Ihm, Er und ebenso schuf, sprach, sah, gebot, machte, bildete, gedachte usw. Es gibt so gut wie keine Ausnahme davon in der gesamten Bibel.

Auch der Herr Jesus bestätigt, dass Gott EINER ist, indem er z.B. sagte:

Mk 12,29 Jesus antwortete ihm: Das erste aller Gebote ist: Höre, Israel: Der Herr, unser Gott, ist ein einziger Herr

Weiter sagte er:

Mk. 13,19 Denn jene Tage werden eine Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Schöpfung, die Gott geschaffen hat, bis jetzt nicht gewesen ist und nicht sein wird.

"die Gott geschaffen hat..." (nicht etwa: … die Götter geschaffen haben)

Oder auch:

... von Anfang der Schöpfung an aber hat er sie als Mann und Frau geschaffen (Mk. 10,6).

Auch hier heißt es nicht: …haben sie sie… oder gar: haben wir sie…

Wenn Jesus von Gott sprach, bezog er sich selbst nie mit ein. Auch mit seiner Aussage Ich und der Vater sind eins sagte er nicht, dass er mit dem Vater zusammen Gott sei.

Nun gibt es aber eine interessante Tatsache in den ersten Worten der Heiligen Schrift. Das hebräische Wort, das in unseren Bibeln mit Gott wiedergegeben wird, ist Elohim. Elohim ist die Mehrzahlform von El bzw. Eloah, welches die Einzahl von Gott ist. Elohim, weil Mehzahl, müsste genau genommen mit Götter übersetzt werden bzw. es deute hier bereits eine "Mehr-Personalität Gottes" an - so wird von Vertretern der Dreieinigkeitslehre gerne argumentiert.

Das hebräische Elohim, das rein grammatikalisch betrachtet Mehrzahl ist, wird manchmal auch wirklich mit Götter wiedergegeben in der Bibel, z.B. wenn von den Göttern der Nationen die Rede ist.

In 1.Chr 16,26 steht:

Denn alle Götter (Elohim) der Völker sind Götzen, aber JHWH hat die Himmel gemacht.

Und in 5.Mo 10,17 steht:

Denn JHWH, euer Gott, er ist der Gott der Götter.

(im Urtext: …der Elohim der Elohim, was in allen Bibeln übersetzt wird mit: der Gott der Götter.)

Haben nun die Übersetzer falsch übersetzt, oder gar die Juden ihre Sprache nicht richtig verstanden? Wissen wir es seit dem 4. Jahrhundert besser als sie? Denn seit damals bis heute behaupten Trinitarier, Elohim beweist oder deutet zumindest an, dass Gott ein „Mehr-Personen-Wesen“ sei.

Wann immer im NT in den griechischen Texten das AT zitiert wurde, wird genauso unterschieden zwischen Gott und Götter, (griechisch: Theos und Theoi), obwohl fast immer Elohim im ursprünglichen hebräischen Text steht. Auch Jesus redete nie von Göttern, die ihn gesandt haben, sondern einer allein, nämlich Gott, sein Vater. ("Er hat mich gesandt" z.B. in Joh 7,29 und Joh 3,16). Dieser Glaube, dass Gott EINER ist, zieht sich durch die gesamte Bibel, wirklich ausnahmslos durch die gesamte Bibel. Man nennt das zu Recht Monotheismus.

Bezüglich "Elohim" habe ich vor einiger Zeit eine jüdische Gemeinde in meiner Umgebung angeschrieben und als Antwort erhielt ich sinngemäß, dass Elohim zwar grammatikalisch betrachtet Mehrzahl ist, aber im Gebrauch der jüdischen Sprache werden damit die vielfachen Eigenschaften Gottes zum Ausdruck gebracht, z.B. allmächtig, allwissend, unsichtbar, liebend, gerecht, allgegenwärtig usw.

Übrigens: an zwei Stellen im AT wird Mose Gott genannt, und an beiden Stellen wird auch für Mose das Wort Elohim gebraucht.

2.Mo 4,15 Er aber soll für dich zum Volk reden. Und es wird geschehen, er wird für dich zum Mund sein, und du wirst für ihn zum Gott (Elohim) sein.

2.Mo 7,1 Und JHWH sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich für den Pharao zum Gott (Elohim) eingesetzt, und dein Bruder Aaron soll dein Prophet sein.

Als ich einmal einen Gemeindeältesten der EChB in Emmendingen darauf ansprach, antwortete er, dass damit betont werde, dass Gott mit Mose gewesen sei und er deswegen nicht allein war. Diese Auslegung scheint mir zwar falsch, aber durchaus typisch zu sein für Trinitarier.

Jede Sprache hat ihre Eigenheiten, die es zu berücksichtigen gilt. "Himmel" oder "Jerusalem" oder "Ewigkeit" gibt es im Hebräischen nur als Mehrzahlwörter.

Engel, Löffel oder Ferien sind beispielsweise deutsche Wörter, die als Einzahl oder Mehrzahl gebraucht werden können, und nur der Kontext zeigt an, wie es jeweils gemeint ist. Und noch eine Eigenheit der deutschen Sprache: Was ist die Mehrzahl von Bank – Banken oder Bänke? ...

Würden wir uns von Ausländern die Bedeutung unserer Sprache erklären lassen? Es sollte umgekehrt sein.

 

1.Mo 1,26-27 Lasst uns Menschen machen


Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; [...] Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.
1.Mose 1,26-27

In diesem "uns" am Anfang des Textes sehen viele Trinitarier und Theologen einen Hinweis darauf, dass Gott aus drei Personen bestehe. Recht häufig wird diese Stelle auch als sogenannter "innertrinitarischer Dialog" bezeichnet.
Und es müssen tatsächlich mindestens zwei weitere Wesen oder Personen bei dem anwesend gewesen sein, der gesprochen hat, denn wäre es nur eine weitere Person gewesen, so würde es heißen "Lass uns…". Zu wem also hat Gott gesprochen?

Die Bibel gibt darauf schlicht keine Antwort. Und wenn die Bibel die Antwort darauf offen lässt, können wir es auch getrost tun.

Interessant ist es jedoch, die Stelle genauer zu betrachten: 

Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich [...] Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.

Wie viele also haben den bzw. die Menschen erschaffen? Würde das hier diskutierte uns auf mehrere Personen in Gott hinweisen, und wäre Elohim (weiter unten) korrekt mit "Götter" übersetzt, so lautete der Vers 27:

"Und Gott Götter schuf schufen den Menschen in seinem ihrem Bild, im Bild Gottes der Götter schuf schufen er sie sie; als Mann und Frau schuf schufen er sie sie."

Aber das ist geradezu lästerlich, obwohl es im Grunde genau das wiedergibt, was man oft (nur eben mit anderen Worten) zu hören bekommt. Die Bibel offenbart uns zwar, dass Gott zu mehreren anderen sprach: Lasst uns Menschen machen; aber sie offenbart uns ebenso, dass Gott allein die Menschen erschaffen hat: "ER" schuf in "Seinem" Bild. Und diese Ebenbildlichkeit liegt nicht in Geist, Seele und Leib, wie oft behauptet wird, sondern in "männlich und weiblich", wie die Bibel es sagt.

Dazu sei auch Gottes Reden an anderen Stellen genannt:

Ich, der HERR, bin es, der alles wirkt, der den Himmel ausspannte, ich allein, der die Erde ausbreitete - wer war da bei mir? (Jes 44,24)

Ich, ich habe die Erde gemacht und den Menschen auf ihr geschaffen. Ich war es, meine Hände haben den Himmel ausgespannt, und all seinem Heer habe ich Befehl gegeben. (Jes 45,12)

Wenn also irgend jemand weiß, wer mit dem uns in 1.Mo 1,26 gemeint ist, dann derjenige, der dies gesagt hat. Aber ER versichert uns ausdrücklich, dass ER allein erschuf.


In den folgenden Kapiteln der Bibel werden z.B. Cherubim und Engel erwähnt, aber über deren Entstehung bzw. Herkunft erfahren wir ebenfalls nichts. Waren sie bei der Erschaffung der Menschen schon anwesend und hat Gott etwa zu ihnen geredet? Möglicherweise, aber wir wissen es nicht.

Wenn dieses "uns" auf mehrere Personen Gottes hinweist, dann müsste immer in der Mehrzahl von Gott gesprochen werden, denn er ändert sich nicht. Sehr oft wird als weiterer Beweis die Bedeutung des Wortes "Elohim" genannt, Elohim bedeutet Gott in der Mehrzahl, also "Götter" (um nun "Götter" zu umgehen redet man lieber von "Gottheiten" oder "Gotte", wie Herbert Jantzen in seiner Predigt über die Trinitätslehre es tut). Auf "Elohim" gehe ich an anderer Stelle näher ein.

Wenn dieses "uns" auf mehrere Personen Gottes hinweist, dann müsste auch das begleitende Verb entsprechend lauten. Das würde dann ungefähr so aussehen:

  • Und Götter sprachen: Lasst uns Menschen machen… (1.Mo 1,26)
  • Am Anfang schufen Götter die Himmel und die Erde… (1Mo 1,1)
  • Wir sind die Herren, deine Götter … Du sollst keine anderen Götter neben uns haben (2.Mo 20,1ff)
  • Höre, Israel, die HERREN, unsere Götter, die HERREN sind drei (4.Mo 6,4)

Das ist aber geradezu Gotteslästerung, deshalb nenne ich hier auch nicht den Eigennamen Gottes, denn der ist heilig. Die Behauptung/Auslegung, dass Gott drei ist/sind, wie die Trinitätslehre dies tut, macht ihn zum Lügner, verdreht Gottes eigenes Reden ins Gegenteil. Der Name Gottes bedeutet "der Seiende" und eben nicht "wir sind". Es entspricht auch nicht der Furcht des Namens Gottes, wenn man aus dem "Ich bin" ein "Wir sind" macht.

Es gibt noch mehr Stellen mit diesem uns im Zusammenhang mit Gott:

Und Gott, der HERR, sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie einer von uns, zu erkennen Gutes und Böses...  (1.Mo 3,22)

In Anbetracht des Turmbaus zu Babel sprach Gott: Wohlan, lasst uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren (1.Mo 11,7)

Auch bei Jesaja findet sich eine solche Stelle: Und ich hörte die Stimme des Herrn fragen: Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen? (Jes 6,8)

Das ist jeweils kein "innertrinitarischer Dialog" sondern Ausdruck davon, dass Gott nicht allein im Himmel ist.
Gott hat allen Menschen ihre Sprache gegeben. ER weiß sie auch selbst richtig anzuwenden und verwechselt nicht "ich" mit "wir" oder "mich" mit "uns".

 

Jes 7,14 / Mt 1,23 Immanuel

(Geschrieben von Kermit Zarley)

Matthäus schreibt, dass mit der Geburt Jesu die Prophezeiung aus Jesaja 7,14 erfüllt worden ist. Er zitiert diese Stelle und erklärt sie wie folgt:

"Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: GOTT mit uns." (Matth 1, 23).

Weil Jesus von einer Jungfrau geboren worden ist, haben Jesaja 7,14 und Matthäus 1,23 zu allen Zeiten der Kirchengeschichte eine besondere Beachtung erfahren. Der Hauptgrund liegt darin, dass das von Jesaja verwendete hebräische Wort almah unter den Gelehrten große Diskussionen darüber ausgelöst hat, ob es nun "Jungfrau" oder "junge Frau" bedeutet. Wenn "junge Frau" die richtige Bedeutung ist, dann scheint Jesaja nicht vorausgesagt zu haben, dass Maria, die Mutter Jesu, übernatürlich schwanger geworden ist und dass Jesus von einer Jungfrau geboren worden ist.

Lässt man die Frage bezüglich der Bedeutung von almah einmal außen vor, dann muss die Christenheit sich folgender Frage stellen: Wie hat Matthäus die Zuschreibung des Wortes "Immanuel" für ein Kind von Jesaja verstanden? Unabhängig davon, ob Jesaja sich mit dem Kind auf den Messias bezogen hat - ein Thema, dass ebenfalls unter besonders kritischen Gelehrten reichlich diskutiert worden ist - hat Matthäus es ganz offensichtlich in dieser Weise verstanden. Er gebraucht "Immanuel" als Titel und nicht als den richtigen Namen für Jesus. Denn gerade erst hat er berichtet, dass der Engel Joseph angewiesen hat: "Du sollst ihm den Namen Jesus geben" (V. 21).

Dieses Wort "Immanuel" ist die Verbindung von zwei hebräischen Worten: Immanu und el. Da el die Kurzform des hebräischen Wortes für "GOTT" (Hebr: elohim) ist, haben einige traditionalistischen Trinitarier behauptet, dass Jesus durch die Zuschreibung des Titels "Immanuel" faktisch als GOTT identifiziert wird. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Verbindung dieser zwei Worte bedeutet genau das, was Matthäus sagt: "GOTT mit uns!" Das heißt, wenn Jesus "Immanuel" genannt wird, dann bedeutet das, dass GOTT durch seinen Gesandten / Beauftragten in Seinem Volk gegenwärtig ist. Es deutet auf das hin, was jemand später ausgerufen hat, als Jesus den verstorbenen Sohn einer Witwe wieder auferweckt hatte: "GOTT hat Sein Volk besucht" (Luk 7,16). Der jüdische Theologe Geza Vermes erklärt ganz richtig: "Die Juden haben verstanden, dass der Name Immanuel (‚GOTT ist mit uns‘) nicht die Inkarnation GOTTES in einer menschlichen Gestalt angezeigt hat, sondern die Verheißung göttlicher Hilfe für das jüdische Volk."

Der Apostel Petrus hat an dem ersten Pfingstfest des christlichen Zeitalters das Gleiche verkündigt, als er gesagt hat: "Jesus, den Nazoräer, einen Mann, der von GOTT euch gegenüber erwiesen worden ist durch Machttaten und Wunder und Zeichen, die GOTT durch ihn in eurer Mitte tat, wie ihr selbst wisst" (Apg 2,22). Zu einem späteren Zeitpunkt hat Petrus noch einmal Ähnliches gesagt, nämlich dass "Jesus umherging und wohltat und alle heilte", weil "Gott mit ihm war",  durch die Salbung "mit Kraft und mit heiligem Geist" (Apg 10,38).

Einige Trinitarier untermauern ihren Glauben, dass "Immanuel" in Matth 1,23 bedeutet, dass Jesus GOTT ist, indem sie Jesaja 7,14 mit der eindeutig messianischen Aussage in Jesaja 9,5 verknüpfen. Hier wird der hebräische Titel el gibbor, der in der Regel mit "starker GOTT" übersetzt wird, auf den Messias bezogen. Dieses el gibbor in Jesaja 9,5 sollte aber viel passender mit "starker Krieger" oder so ähnlich übersetzt werden.

Wenn Jesus "Immanuel" genannt wird, dann hat dieser Name eine ähnliche Bedeutung wie die Namen von anderen alttestamentlichen Gläubigen. So enthalten zum Beispiel die Namen  Israel, Elia, Elisa, Daniel, Michael, Hesekiel und Joel das el, was "GOTT" bedeutet; doch die Eltern, die ihre Kinder so genannt haben, haben dies nicht in der Absicht getan, damit erklären zu wollen, dass ihr Kind GOTT ist. Das Gleiche gilt auch für die hebräischen Namen, die eine Kurzform von Jahwe enthalten.

Viele trinitarische Autoritäten, die früher ausführlich geschrieben haben, dass Jesus GOTT ist, räumen heute ein, dass er in Matthäus 1,23 nicht als solcher identifiziert wird. Murray Harris erklärt zum Beispiel: "Matthäus 1,23 sagt nicht: ‚Jemand, der "GOTT" ist, ist jetzt leibhaftig mit uns‘, sondern: ‚GOTT handelt um unseretwillen in der Person Jesu‘." A.W. Wainwright weist darauf hin, dass diese Erklärung von Matthäus in zweierlei Weise verstanden werden kann. 1. "GOTT mit uns" impliziert, dass Jesus GOTT ist; oder 2. "GOTT ist mit uns" bedeutet nichts anderes, als dass GOTT in geheimnisvoller Weise in Jesus wohnt. Wainwright schließt daraus: "Wegen ihrer Doppeldeutigkeit kann diese Stelle nicht als Beweis herangezogen werden, dass Jesus hier GOTT genannt worden ist."

Dass GOTT mit / bei Jesus gewesen ist, passt sehr gut zu dem Ende des Matthäusevangeliums. Hier sagt der auferstandene Jesus zu seinen Jüngern: "Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters" (Matth 28, 20). So wie Jesus mit / bei seinen Jüngern ist und sie dadurch nicht zu Jesus gemacht werden, so macht das "GOTT mit Jesus" Jesus auch nicht zu GOTT.

GOTT ist mit Jesus gewesen, weil ER in Jesus gewesen ist. Das ist eine der größten Wahrheiten, die Jesus nach der Aussage des Apostels Johannes gelehrt hat. Als er zum Beispiel seinen Gesprächspartnern erklärt hat: "Ich und der Vater sind eins" (Joh 10,30), haben sie Widerspruch erhoben und ihn der Gotteslästerung beschuldigt. Sie sagten: "Du, der du ein Mensch bist, machst dich selbst zu GOTT" (V. 33).  Jesus hat diesen Vorwurf jedoch zurückgewiesen und erklärt: "Ich sagte: Ich bin GOTTES Sohn" (V. 36). Indem er das getan hat, hat er GOTT von dem Sohn GOTTES deutlich unterschieden. Die nachapostolischen Kirchenväter haben später diese deutliche Unterscheidung verwischt. Jesus hat dann noch erklärt, was er mit der Aussage "Ich und der Vater sind eins" gemeint hat. Er hat gesagt: "Der Vater ist in mir und ich bin in dem Vater!" (V. 38). Theologen sprechen von der "gegenseitigen Innewohnung". Es ist die geheimnisvolle Einheit, die zwischen dem Vater und dem Sohn besteht.

Jesus hat laut Johannes dieses Konzept ein weiteres Mal erklärt, als er mit Philippus und Thomas gesprochen hat. Wir lesen, dass er zu ihnen bezüglich seinem GOTT und Vater gesagt hat: "Von jetzt an erkennt ihr IHN und habt IHN gesehen. Philippus spricht zu ihm: ‚Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns.‘ Jesus spricht zu ihm: ‚So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? … Glaubt mir, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist" (Joh 14, 7-11).

Der Apostel Paulus hat in Bezug auf GOTT, den Vater, und Jesus Christus das Gleiche gelehrt. Er schreibt, "dass GOTT in Christus war und die Welt mit Sich selbst versöhnte" (2. Kor 5,19). Und in einem anderen Brief hat er mit Bezug auf Jesus gesagt, dass "GOTT mit Seiner ganzen Fülle in ihm wohnen wollte" (Kol 1,19); Paulus hat das noch einmal wiederholt und gesagt: "Denn in ihm allein wohnt wirklich die ganze Fülle GOTTES" (Kol 2,9 – Einh.Ü).

Abschließend können wir also sagen: Wenn Jesus Immanuel genannt wird, dann bedeutet das nicht, dass er GOTT ist.

 

Matth. 28,19  Der Taufbefehl

Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes (Mt 28,19)

Dies ist vielleicht der Vers, welcher mit am häufigsten zitiert wird als Begründung für die angebliche Trinität Gottes. Die gemeinsame Nennung von Vater, Sohn und Heiliger Geist wird von nicht wenigen Christen als sogenannte trinitarische Formel angesehen und somit als "Beweis" für die Dreieinigkeit. Aber sagt dieser Vers das wirklich aus? Ich meine nicht,

Mit keiner Silbe wird hier erwähnt oder auch nur angedeutet, dass es sich hierbei um drei Personen handele, die zusammen der eine Gott sind. Es bleibt auch offen, um welchen Namen es sich handelt. So wissen wir: der Name Gottes, des Vaters, ist JHWH (von unseren Zeitgenossen meist Jahweh ausgesprochen), der Name seines Sohnes ist Jesus (manche sagen auch Jeschua oder Jaschua), aber für den Heiligen Geist gibt es keinen Namen in der Bibel. Zumal er auch nirgends als eigenständiges Wesen oder als Person beschrieben wird (mehr zu Heiliger Geist). Aber einen gemeinsamen Namen finden wir an keiner Stelle der Heiligen Schrift.

Manche betonen, dass hier von einem Namen für drei Personen die Rede sei, also müsse es sich um ein Dreieinigkeit handeln. Dabei wird m.E. etwas in diesen Vers hinein interpretiert, was einfach nicht drin steht und außerdem der Gesamtaussage der Bibel und insbesondere Gott selbst widerspricht (siehe: Was hat Gott über sich selbst gesagt?).

Dieser Vers steht auch irgendwie im Widerspruch zur Taufpraxis der Jünger des Herrn Jesus, wie sie uns die Apostelgeschichte berichtet, und ebenso zur Lehre über die Bedeutung der Taufe, wie sie uns u.a. in Röm. 6,3-4 und Gal. 3,27 gegeben ist - oder aber diese Stellen ihrerseits stehen im Widerspruch zu Mt 28,19. (siehe: Bibelstellen zur Taufe)

Manche bezweifeln die Echtheit dieser Stelle in Matthäus 28,19. Das kann man natürlich schnell als Bibelkritik abtun, aber ich halte die Argumente durchaus für beachtenswert. Hier ist eine ausfühliche Ausarbeitung von Wolfgang Schneider. Eine weitere interessante Information finde ich z.B. dies:

Die Kath. Kirche selbst gibt in der ‚Herder Bibel’ (Imprimatur Freiburg im Breisgau, 24. Aug. 1965) zur Einführung zu den Büchern des Neuen Testaments, im Anhang, Seite 37, folgende Erklärung über Mt. 28,16-20 ab:

Die trinitarische Taufformel hat sich in der frühen Kirche aus der einfachen Formel ‚auf den Namen Jesu’ entwickelt.


Alles in allem beinhaltet dieser "Taufbefehl" nicht die Aussage, dass der lebendige Gott ein Wesen aus drei Personen sei, auch wenn er sie vordergründig zu unterstützen scheint.

 

Joh 1,1 Am Anfang war das Wort

Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
(V.2) Dieses war am Anfang bei Gott.  Joh 1,1-2

Dieser sogenannte "Johannesprolog" wird sehr oft zitiert, wenn es darum geht, zu beweisen, dass Jesus Gott ist. Und es gibt sehr viele Auslegungen zu diesen Versen. Ich getraue mich hier, eine weitere hinzuzufügen. Es ist mein Verständnis dieser Verse und ich behaupte nicht, dass es die einzig richtige Sichtweise ist. Vielleicht hilft es aber dem einen oder anderen, sein eigenes Verständnis abzurunden.

Wenn Trinitarier diese Verse zitieren, so wird dabei "Wort" und "Jesus" bzw. "der Sohn Gottes" gleichgesetzt. Folgt man nun dieser Logik, so lauten diese beiden Verse wahlweise:

- Am Anfang war Jesus, und Jesus war bei Gott, und Jesus war Gott. Dieser (Jesus-Gott) war am Anfang bei Gott.

oder eben:

- Am Anfang war der Sohn Gottes, und der Sohn Gottes war bei Gott, und der Sohn Gottes war Gott. Dieser (der Sohn Gottes = Gott) war am Anfang bei Gott.

Hoppla, das sind aber zwei Götter: Jesus, der Sohn Gottes, der nach trinitarischem Verständnis auf Biegen und Brechen Gott sein muss, und dann eben der Gott, bei dem Jesus am Anfang war. Zwei. Dem stimmt natürlich kein echter Trinitarier zu und schnell wird von einem Geheimnis gesprochen, um den Unsinn der eigenen Behauptungen zu verdecken. Der Vers 2 wird dabei auch gerne weggelassen, weil er zu deutlich von zwei spricht, schließlich kann einer schwerlich "bei sich selbst" sein.

In Vers 14 steht: Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit... Daraus schließt man dann aufgrund menschlicher Logik, dass Gott Mensch wurde.
(den weiteren Teil dieses Verses "... eine Herrlichkeit als eines einziggeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit." lässt man ebenfalls gerne weg, denn sonst hätte ja Gott einen Vater. Auch das würde wieder zu zwei Göttern führen, einem "ewig seienden Gott" (ohne Anfang und Ende) und einem "geborenen Gott", womit Maria gemäß katholischem Dogma tatsächlich die Mutter Gottes wäre.)


Die Alternative:

Wenn man nun glaubt, dass mit Wort auch wirklich Wort im Sinne von Wort, Rede, Sprache, Zusage, Verheißung usw., eben das Reden Gottes gemeint ist, und wenn Gott der Höchste ist (Jesus wird gelegentlich "Sohn des Höchsten" genannt z.B. in Luk 1,32), dann ergeben sich sinngemäß zwei Möglichkeiten:

- Am Anfang war das Wort, und das Wort war beim Höchsten, und das Wort war das Höchste. Dieses war am Anfang beim Höchsten.

- Am Anfang war der Plan (die Absicht), dieser Plan (diese Absicht) war bei Gott, es war ein göttlicher Plan (Gottes Absicht und Wille (Off 4,11.) Diesen Plan (diese Absicht) hatte Gott von Anfang an. Und weiter (Vers 3): Alles hat Gott nach diesem Plan gemacht, und ohne Plan (planlos, unbeabsichtigt) wurde auch nicht eines, das geworden ist... Und diesen Plan hat Gott in die Tat umgesetzt (Vers 14)

Nun hat Gott laut Bibel in der Tat alles durch sein Wort, sein Reden, sein Gebot, sein Sprechen nach seinem Willen ins Dasein gerufen. so sagt zum Beispiel Ps 33,6:

Durch des HERRN Wort ist der Himmel gemacht und all sein Heer durch den Hauch seines Mundes.

Und Vers 9 fährt fort:

Denn er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da.

Davon redet auch der gesamte Schöpfungsbericht, dass Gott sprach - und es geschah so. In gleicher Weise spricht Röm 4,17 von Gott, "...der das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre." Überall ist vom gesprochenen Wort die Rede, nicht von einer geheimnisvollen zweiten Person Gottes, die Wort genannt wird. Diese Version entspringt der griechischen Philosophie.

Der erste Satz im neuen Testament lautet: Buch des Ursprungs Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams. Als weitere Übersetzungsmöglichkeit für "Ursprung" gibt die Elberfelder Übersetzung an: Abkunft, Stammbaum. Und dann fährt Matthäus fort, das Geschlechtsregister Jesu aufzuzeigen und ergänzt in Vers 22 u 23:

Dies alles geschah aber, damit erfüllt würde, was von dem Herrn geredet ist durch den Propheten, der spricht: "Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Emmanuel nennen", was übersetzt ist: Gott mit uns.

Vor der Geburt des Herrn Jesus Christus stand die Verheißung, dass und wie er geboren werden sollte. Gott hat also in die Tat umgesetzt, was er zuvor verheißen hatte. Besonders das Matthäusevangelium enthält oft Sätze wie: "... damit erfüllt würde was gesagt ist durch den Propheten ..." Das zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte heilige Schrift. Gott hatte alles zuvor verheißen, was er zu seiner Zeit tun würde.

In demselben Sinn schrieb Paulus an Titus:

Tit 1,2-3 ...in der Hoffnung des ewigen Lebens - das Gott, der nicht lügt, vor ewigen Zeiten verheißen hat; zu seiner Zeit aber hat er sein Wort offenbart durch die Predigt, die mir nach Befehl unseres Retter-Gottes anvertraut worden ist.

 


Zurück zu Joh. 1:

Gott ist der Höchste und sein Wort ist das Höchste. Es gibt nichts höheres als das, was Gott gesagt hat - nur eben er selbst ist höher, denn sein Wort gibt es nicht, es sei denn er spricht es. So hat Gott von Anfang an von dem geredet, der kommen soll, der Nachkomme der Frau (im Garten Eden), dem Nachkomme Abrahams, dem Sohn Davids, von dem Propheten wie Mose einer war, der aus seinen Brüdern aufstehen sollte usw. Gott hatte verheißen, den Gesalbten (seinen Christus, seinen Messias) zu senden. Und dieses Versprechen hat Gott wahr gemacht, seine Verheißung hat er erfüllt, seine Absicht / seinen Plan hat er in die Tat umgesetzt, das Wort wurde Fleisch (V.14)

Diesen Sachverhalt bringt ebenso auch folgende Schriftstelle zum Ausdruck:

Eph 3,8-11 Mir ... ist die Gnade gegeben worden ... für alle ans Licht zu bringen, wie Gott seinen geheimen Ratschluss ausführt, der von Ewigkeit her verborgen war in ihm ... Diesen ewigen Vorsatz hat Gott ausgeführt in Christus Jesus, unserm Herrn,

 
Eine weitergehende Ausführung zu diesem Text auf www.wer-ist-gott.org möchte ich sehr empfehlen.

 

Joh 10,30 Ich und der Vater sind eins

Ich und der Vater sind eins. Joh 10,30

Ist mit diesem "Ich und der Vater sind eins" gemeint, dass Jesus der Vater ist, also eins im Sinn von einer? oder ist damit gemeint, dass er mit dem Vater zusammen der eine Gott ist?
Oder ist damit eher gemeint, dass Jesus völlig den Willen des Vaters tut, also mit ihm eins ist im Sinn von einig?

Meinte der Herr Jesus damit:

Ich und der Vater sind zwei.

oder aber

Ich und der Vater sind einer. (?)

Im selben Kapitel sagte Jesus, dass er der Sohn Gottes ist (V 36) und dass seine Kritiker seine Werke ansehen sollen "damit ihr erkennt und versteht, dass der Vater in mir ist und ich in dem Vater!" (V 38). Beschreiben diese Worte eine irgendwie geheimnisvolle Verschmelzung von beiden? Bedacht werden sollte in dem Zusammenhang auch 1.Joh 4,16b: "Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm."

In Joh 17,11 bittet Jesus seinen Vater für seine Nachfolger "dass sie eins seien wie wir!", ebenso in Vers 21-22:

"damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, dass sie eins seien, wie wir eins sind."

Jesus bittet: dass sie in uns eins sind ... bzw. wie wir eins sind - ganz Offensichtlich sind er und sein Vater zwei.

Noch eine weitere Bibelstelle redet vom eins sein: "Der aber pflanzt und der begießt, sind eins" (1.Kor 3,8). Hier ist von Paulus und Apollos die Rede.

Jesus und sein Vater - einer oder einig? Ich denke: zwei die sich einig sind, d.h. auf das eine gerichtet, dasselbe Ziel verfolgend usw.

Und noch ein Aspekt ist hier enthalten: Durch das Eins-Sein der Nachfolger Jesu soll die Welt erkennen, dass Jesus vom Vater gesandt wurde (Joh 17,21, oben zitiert) und nicht etwa, dass er selbst Gott ist und dieser Gott Mensch wurde.

 

Joh 14,9 Wer mich sieht, sieht den Vater

Wer mich sieht, sieht den Vater. Joh 14,9

Bedeutet das, dass Jesus der Vater ist? Vereinzelt kann man solch eine Behauptung hören. Doch weil er dann nicht mehr Gottes Sohn ist, erntet man schnell ein Achselzucken, wenn man nachfragt. Oder aber man hört einen Verweis auf das viel bemühte Geheimnis, von welchem aber in der Bibel in diesem Zusammenhang nirgendwo die Rede ist.

In Kol 1,15 steht: "Er (Jesus) ist das Bild des unsichtbaren Gottes."

und in Heb 1,3 sinngemäß: "Jesus ist die Ausstrahlung der Herrlichkeit und der Abdruck des Wesens Gottes."

Wie kann nun etwas Unsichtbares abgebildet werden, etwa Schall, Wind, Gedanken, Elektrizität? Wir benutzen Symbole, die die Eigenschaften der dazustellenden Dinge wiederspiegeln (etwa einen Lautsprecher mit Bögen davor, eine Wolke mit Pustegesicht, ein Kopf mit Fragezeichen oder einer Lampe darüber, einen angedeuteten Blitz oder ähnliches).

Wie aber kann der unsichtbare Gott selbst dargestellt werden? Ein Bild von ihm zu machen, hat er verboten, außerdem kann etwas Unsichtbares nicht wirklich abgebildet werden, da es eben unsichtbar ist. Was ist die Lösung?

Jesus stellt den Charakter, das Wesen, die Art Gottes in vollkommener Weise dar, er ist der perfekte Repräsentant Gottes. (Dazu hatte Gott den ersten Menschen auch schon erschaffen – ihm zum Bild. Aber die Sünde hat die Ebenbildlichkeit zerstört.)
Durch Jesus können wir den lebendigen Gott erkennen. Jesus ist aber nicht selbst dieser lebendige Gott, sondern sein Sohn, sein Gesandter und Bevollmächtigter (sein Christus).

So sagte Jesus in Joh 12,45:

Wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. 

Es lohnt sich, den gesamten Abschnitt (Vers 37-50) einmal mit dieser Perspektive zu lesen.


Die nachfolgenden Verse beleuchten dieses Thema ebenfalls:

Mt 10,40 Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.

Mk 9,37 Wer eins von solchen Kindern aufnehmen wird in meinem Namen, nimmt mich auf; und wer mich aufnehmen wird, nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat

Lk 10,16 Wer euch hört, hört mich; und wer euch verwirft, verwirft mich; wer aber mich verwirft, verwirft den, der mich gesandt hat.

Joh 13,20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer aufnimmt, wen ich senden werde, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.

Apg 9,4-5 und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Er aber sprach: Wer bist du, Herr? Er aber sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst.

In all diesen Situationen findet keine Vermischung oder Vertauschung der Personen statt, vielmehr geht es um Identifikation, um Gesandtschaft und Stellvertreterschaft. Der Herr Jesus ist nicht der Vater, sondern er ist vom Vater gesandt und handelt im Namen seines Vaters.

 

Joh 14,10 Ich bin im Vater, der Vater in mir

Glaubst du nicht, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst; der Vater aber, der in mir bleibt, tut seine Werke. Joh 14,10

Dieser Vers wir von manchen Trinitariern so ausgelegt, dass Jesus gleichzeitig auch der Vater ist, eben nur eine andere Art und Weise, wie Gott sich offenbart, Gott zeige sich hier als Sohn - so wird recht oft behauptet. Bestätigt wird dies angeblich durch 2.Kor 5,19:

Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selbst…

Wenn das der logische Grund ist, warum Jesus Gott ist, dann sind seine Jünger nicht Reben, sondern selbst (Teil des) Weinstock, denn Jesus sagte:

Joh 15,5 Wer in mir (dem Weinstock) bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht…

Dann sind auch alle, die in der Liebe bleiben, Gott, denn:

1Jo 4,16 Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.

 

Joh 20,28 Mein Herr und mein Gott


Thomas antwortete und sprach zu ihm (Jesus): Mein Herr und mein Gott!
  Joh 20,28

Diese Aussage wird sehr gern als Beleg dafür angeführt, dass Jesus Gott sei. Wäre dies die einzige Aussage zu diesem Thema, könnte man dem auch ohne weiteres zustimmen. Als Ergebnis hätte man dann allerdings zwei Götter, denn mit dem, was Thomas sagt, wird Jesus nicht zum Vater gemacht, sondern eben Gott genannt, der Vater bleibt dabei weiterhin auch Gott, also zwei. (Manche Ausleger vertreten allerdings die Ansicht, dass sich die Aussage "Gott" von Thomas auf den Vater bezieht, siehe z.B. hier, während er mit "Herr" Jesus meinte.)

Was aber, wenn man den Kontext mit einbezieht? (Hier die ganze Passage im Wortlaut)

Ein paar Verse zuvor (V.17) sagt Jesus von sich, dass er zu seinem Gott auffahren werde. Und drei Verse weiter (V.31) schreibt Johannes als Verfasser dieses Evangeliums, dass er dies geschrieben habe, damit ihr glaubt, dass Jesus … der Sohn Gottes ist. In Kap. 17,3 (vom selben Verfasser) sagt Jesus, dass der Vater allein wahrer Gott ist. 

Wenn Jesus von Thomas Gott genannt wird, Jesus selbst aber sagt, dass der Vater allein wahrer Gott ist, dann stellt sich vielleicht die Frage, wessen Aussage mehr Gewicht hat, die von Jesus oder die von Thomas. Im Grunde sollte das m.E. aber keine Frage sein, zumal auch etliche andere Menschen in der Bibel Gott genannt wurden (2.Mo 4,16; 2.Mo 7,1; Ps 82,6; Joh 10,34), ohne dass dadurch die Einzigartigkeit Gottes in Frage gestellt wird. Dementsprechend steht in 1.Kor 8,5-6a: 

Und obwohl es solche gibt, die Götter genannt werden, es sei im Himmel oder auf Erden, wie es ja viele Götter und viele Herren gibt, so haben wir doch nur einen Gott, den Vater...

Etliche Gläubige sehen in dem Ausspruch von Thomas eine Anbetung Jesu, was der Text aber nicht hergibt. Und oft wird behauptet, dass Jesus durch sein Schweigen bestätigen würde, dass er Gott sei. Diese entnehmen also aus dem Schweigen Jesu Zustimmung, denn - so ihre Begründung - er hätte Thomas widersprochen, wenn es nicht so wäre. Ich halte es für mehr als fraglich, eine Lehre zu stützen auf das, was der Herr Jesus nicht gesagt hat und damit das, was er gesagt hat, zu verneinen. Gegenüber dem Schweigen Jesu hier sehen wir eine ausdrückliche Bestätigung der Worte von Petrus in Mt. 16,16 durch den Herrn Jesus, ja sogar mehr als das: Das Bekenntnis des Petrus ist quasi Gottes Antwort auf die Frage, wer Jesus ist:

Als aber Jesus in die Gegenden von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Was sagen die Menschen, wer der Sohn des Menschen ist? 14 Sie aber sagten: Einige: Johannes der Täufer; andere aber: Elia; und andere wieder: Jeremia oder einer der Propheten. 15 Er spricht zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? 16 Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. 17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Sohn des Jona; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht offenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist. (Mt 16,13-17)

Jesus ist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Diese Aussage bestätigte der Herr Jesus sehr eindeutig und unmissverständlich. Das Bekenntnis, dass Jesus der Christus und der Sohn Gottes ist, ist die Grundlage, der Felsen, auf dem die wahre Gemeinde gebaut wird. Folgerichtig war dies eine der  Hauptaussagen in der Lehre der Apostel. Aber zu dem, was Thomas sagte, äußerte sich der Herr Jesus mit keiner Silbe. Insofern erscheint mir das Bekenntnis des Thomas absolut kein tragfähiger Grund für irgend eine Lehre zu sein.

 

 

Röm 9,5 Ist der Christus Gott über allem?

Geschrieben von Markus Schumacher im Juli 2012

Römer 9,3-5 "denn ich selbst, ich habe gewünscht, verflucht zu sein von Christus weg, für meine Brüder, für meine Verwandten nach dem Fleisch, die Israeliten sind, deren die Sohnschaft ist und die Herrlichkeit und die Bündnisse und die Gesetzgebung und der Gottesdienst und die Verheißungen, deren die Väter sind und aus denen dem Fleisch nach der Christus ist, der über allem ist, Gott gepriesen in Ewigkeit! Amen!"
Revidierte Elberfelder Übersetzung

In der Luther-Übersetzung lautet der letzte Satz:

"aus denen der Christus herkommt, nach dem Fleisch, der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit. Amen."

Viele Jahrhunderte lang war Römer 9,5 eine der wichtigsten Stellen, mit welchen die Befürworter der Gottheit Jesu ihre Auffassung zu stützen glaubten. Auch der Autor dieser Zeilen war, geprägt durch die obige Übersetzung (Martin Luther), der Ansicht ein gesichertes Fundament für seine Position zu haben. Viele ernste kirchlich oder pietistisch geprägte Gläubige denken ebenso.

Erst viel später, es war ungefähr im Jahre 2004 las ich dann in dem Buch von Anthony Buzzard, dass man Römer 9,5 auf 7 verschiedene Arten übersetzen könne und dass es in den hebräischen und griechischen Urtexten, keine Satzzeichen gegeben hatte. Dies bedeutet, dass sowohl die Satzstellung, als auch die Zeichensetzung von dem Verständnis des jeweiligen Übersetzers abhängt. Auch ist die Stellung der Worte im Text für das Verständnis einer Aussage im frühen Griechisch nicht so wichtig gewesen. Erasmus von Rotterdam lehnte es zum Beispiel ab, den Vers so zu lesen, als besage er, dass Christus Gott sei.

Die Begründung des Erasmus von Rotterdam war, dass es Texte im Neuen Testament gibt, in welchen DER VATER als GOTT gepriesen wird und nicht der Sohn.

"sie, welche die Wahrheit GOTTES in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben, statt DEM SCHÖPFER, DER gepriesen ist in Ewigkeit. Amen." Römer 1,25

"DER GOTT und VATER des Herrn Jesus, DER gepriesen ist in Ewigkeit, weiß, dass ich nicht lüge." 2.Korinther 11,31

Zu erwähnen ist auch, dass es bei den Juden (und Paulus war Jude) üblich war, eine Aufzählung mit einem Lobpreis GOTTES/JaHuWaHs zu abzuschließen.

Psalm 117: "Denn mächtig über uns ist SEINE Gnade! Die Treue JaHuWaHs waltet ewig! Halleluja! (Gepriesen sei JaH)

Psalm 118,29: "Preist JaHuWaH, denn ER ist gut! Ja SEINE Gnade währt ewig!"

Psalm 135,21: "Gepriesen sei JaHuWaH von Zion aus, DER in Jerusalem wohnt. Halleluja! (Gepriesen sei JaH)"

Psalm 136,26: "Preist den GOTT (EL) des Himmels, denn SEINE Gnade währet ewig."

Psalm 145,21: "Mein Mund soll das Lob JaHuWaHs aussprechen, und alles Fleisch preise SEINEN heiligen Namen, immer und ewig."

Psalm 146,10: "JaHuWaH wird regieren in Ewigkeit, dein Gott Zion von Geschlecht zu Geschlecht. Halleluja! (JaH sei gepriesen)"

Psalm 147,20: "So handelte ER an keiner Nation, und die Rechtsbestimmungen, die haben sie nicht gekannt. Halleluja! (JaH sei gepriesen)"

Psalm 148,14: "ER hat erhöht ein Horn seinem Volk, ein Loblied für alle SEINE Frommen, für die Söhne Israels, für das Volk, welches IHM nahe ist. Halleluja! (Gepriesen sei JaH)"

Psalm 149,9 "um das schon aufgeschriebene Gericht an ihnen zu vollziehen! Das ist Ehre für alle SEINE Frommen. Halleluja! (Gepriesen sei JaH)"

Psalm 150,6: "alles was Atem hat, lobe JaH! Halleluja! (Gepriesen sei JaH)"

Es gibt einige deutschsprachige Übersetzungen, welche den Lobpreis in Römer 9,5 klar auf DEN VATER beziehen:

David Stern:
"Sie haben die Erzväter und aus ihnen ging, was seine leibliche Abstammung betrifft, der Messias hervor, der über allen ist. Lob sei ADONAI für immer!"

Züricher Übersetzung:
"denen die Väter angehören und aus denen Christus dem Fleisch nach herstammt. GOTT, DER da über allem ist, sei gepriesen in Ewigkeit!"

Interlinear-Übersetznng:
"deren (Eigentum sind) die Väter und von denen der Christus (stammt) im Blick auf das nach (dem) Fleisch. DER SEIENDE über allem GOTT (sei) gepriesen in Ewigkeit Amen."

Wort für Wort übersetzt lautet Römer 9,5
deren die Väter und von denen der Christus dem Fleisch nach, der ist über allem GOTT gepriesen in Ewigkeiten Amen

Es wird deutlich, dass die Übersetzung eine Frage der Voraussetzung und der Kommasetzung ist. Daher ist folgende Übersetzung möglich:

"deren die Väter sind und von denen der Christus dem Fleisch nach ist, der ist über allen! GOTT sei gepriesen in Ewigkeit. Amen!"

Der Satzteil "Der über allem ist!" kann als Aussage des Paulus verstanden werden, dass von den Segnungen GOTTES, welche ER SEINEM Volk zuteil hat werden lassen, der Christus (der Messias; der Gesalbte) die Größte ist. Daran schließt Paulus einen Lobpreis GOTTES an, wie er bei den Juden üblich gewesen ist.
Zu bedenken ist auch, dass der Christus aus den Vätern ist nach dem Fleisch. Wie kann er dann als Gott gepriesen worden sein. GOTT ist nie gesalbt worden und kann damit nicht Christus sein. Christus aber ist ohne Salbung gar kein Christus.

Paulus richtet außerdem Lobpreis stets an DEN VATER und nie an den Sohn

"die, welche die Wahrheit GOTTES in die Lüge verwandelt haben und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben, statt DEM SCHÖPFER, DER gepriesen ist in Ewigkeit. Amen." Römer 1,25

"Gepriesen sei DER GOTT und VATER unseres Herrn Jesus Christus, DER VATER der Erbarmungen und GOTT allen Trostes," 2.Korinther 1,3

"DER GOTT und VATER des Herrn Jesus, DER gepriesen ist in Ewigkeit, weiß, dass ich nicht lüge." 2.Korinther 11,31

"Gepriesen sei DER GOTT und VATER unseres Herrn Jesus Christus! ER hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus", Epheser 1,3

Es sollte erwähnt werden, dass Paulus das Wort Theos etwa 500mal gebraucht und es bezieht sich immer auf DEN VATER.

Hinzu kommt, dass Paulus den Christus (Gesalbten) immer von GOTT unterscheidet und zwar 200 mal in seinen Briefen.

Paulus identifiziert DEN EINEN GOTT an zwei Stellen ausdrücklich nur mit DEM VATER und identifiziert dort den einen Herrn ausdrücklich mit Jesus Christus.

"so ist doch für uns nur EIN GOTT, DER VATER aus welchem alle Dinge sind und wir auf IHN hin und ein Herr, Jesus Christus, durch welchen alle Dinge sind und wir durch hin." 1.Korinther 8,6

"Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, EIN GOTT und VATER, DER über allen und durch alle und in allen ist." Epheser 4,5-6

Paulus bezeugt ebenso, dass GOTT EINER ist und der Mittler auch einer ist, nämlich der Mensch Jesus Christus.

"Denn EINER ist GOTT und einer ist Mittler, zwischen GOTT und Menschen, der Mensch Jesus Christus." 1.Timotheus 2,5

Wie steht es mit der Möglichkeit, dass Paulus Christus Gott genannt haben könnte, weil er der perfekte Stellvertreter und Agent DES EINEN GOTTES ist? Theologisch und Gesamtbiblisch gesehen wäre dies möglich, aber es wäre nicht gemäß der Lehre des Apostels Paulus.

Hätte Paulus nämlich in Römer 9,5 sagen wollen, dass Christus Gott ist, so hätte er damit allen Aussagen in seinen Briefen widersprochen und dazu noch eine für die Leser völlig unbekannte Aussage ganz unvermittelt und provozierend in den Raum gestellt. 

Doch Paulus weicht auch in Römer 9,5 nicht von seiner sonstigen Theologie und von dem ihm bekannten Monotheismus ab, der bedeutet: DER EINE GOTT ist DER VATER und sonst niemand.

 

Längere Zeit meinte ich, dass Jesus an einer Stelle im Römerbrief eindeutig Gott genannt werde. Es ist die folgende:

Röm 9,5 ...deren die Väter sind und aus denen dem Fleisch nach der Christus ist, der über allem ist, Gott, gepriesen in Ewigkeit. Amen.

Ich fragte mich, wie das einzuordnen sei, da es im Widerspruch zu Jesu eigener Aussage stand (...der Vater allein...) und auch zur Gesamtaussage der Bibel, dass es nur einen Gott gibt und der Herr Jesus dessen Sohn ist. Auch der nähere Kontext ergab einen Konflikt.

Röm 8,28-29 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind. Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.

Röm 10,9 dass, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du gerettet werden wirst.

Röm 15,6 Der Gott des Ausharrens und der Ermunterung aber gebe euch, gleichgesinnt zu sein untereinander, dem Gesalbten (= Christus) Jesus gemäß, damit ihr einmütig, mit einem Munde den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus verherrlicht.

Allein innerhalb des Römerbriefes wäre das eine unvereinbare Aussage, dass Jesus der Gott über allem sein sollte. In Röm 8,29 wird vom Erstgeborenen unter vielen Brüdern gesprochen - somit wären die Gläubigen "Brüder Gottes". Weiter ist da in Röm 10,9 die Unterscheidung zwischen Herr und Gott. Hebt man diese auf, so hat der eine Gott den anderen Gott aus den Toten auferweckt; und in Röm 15,6 ist vom Gott dessen die Rede, der über allem Gott sein soll? Soviel Widerspruch konnte ich mir nicht erklären, zumal es auch mit dem biblischen Gesamtzeugnis unvereinbar wäre.

Ich war allerdings einige Zeit ratlos.

Eine Inter-Linear-Übersetzung (Bild) brachte mich dann der Lösung näher. Dort kommt nach "...aus denen dem Fleisch nach der Christus ist" ein Punkt und ein neuer Satz beginnt: Der über allem seiende Gott sei gepriesen in die Ewigkeiten! Amen. Inzwischen habe ich auch herausgefunden, dass die ursprünglichen griechischen Schriften keine Satzzeichen enthielten und somit der angegebene Sinn dieser Worte vom jeweiligen Übersetzer abhängig ist. (siehe auch den entsprechenden Artikel unter Kommentare.)

Ich kann also verstehen, wenn jemand weiterhin daran festhält, dass mit Röm 9,5 ausgesagt werde, dass der Christus (der von Gott Gesalbte) der "Gott über allem" ist, stimme dem aber nicht mehr zu.

 

Beweist 1.Korinther 10,1-4 die Präexistenz Jesu Christi?

Geschrieben von Aleksandar Vuksanović

Denn ich will nicht, dass ihr in Unkenntnis darüber seid, Brüder, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind und alle in der Wolke und im Meer auf Mose getauft wurden und alle dieselbe geistliche Speise aßen und alle denselben geistlichen Trank tranken, denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der begleitete. Der Fels aber war der Christus. (1.Kor 10,1-4)

Auf Grundlage dieses Textes wird behauptet, dass Jesus persönlich das Volk Israels durch die Wüste ins verheißene Land begleitete. In 5.Mo 32,4 und Ps 18,2 wird JHWH als Fels bezeichnet. Wir haben nun JHWH und Jesus als Fels. Somit könnten beide ein und dasselbe sein oder der Messias ein präexistentes (Engel-)Wesen.  


Buzzard erklärt die hebräische Art zu sprechen, sowie die Verwendung von Symbolen in diesem Zusammenhang: [1]

Der unmittelbare Zusammenhang von 1.Kor. 10,4 schließt uns auf, wie Paulus denkt. Paulus sieht die Erfahrungen Israels in der Wüste als Beispiele, "Typen" oder Modelle gegenwärtig christlicher Erfahrungen. Wie Paulus sagt: "All dies widerfuhr jenen als Vorbild..." (1.Kor. 10,11). Der Durchzug Israels durch das Rote Meer war ein Sinnbild für die Taufe. Die "geistliche" Nahrung, die in Vers 3 erwähnt wird, ist klarerweise das Manna, welches über einen Zeitraum von 40 Jahren auf wundersame Art täglich gegen wurde. Sie tranken auch von einem "geistlichen Felsen". 

Diesen einzelnen Hinweis auf den Felsen, der dem Volk Israels folgte, als Beweis für einen "vor-menschlichen" Jesus zu nehmen, verfehlt den Sinn der Lektion von Paulus. Es übersieht auch die Tatsache, dass die Juden nichts anderes als einen menschlichen Messias erwarteten. Ein näherer Blick auf die Geschichte im Alten Testament, die Paulus im Sinn hatte, zeigt uns, dass es zwei Gegebenheiten gibt, bei denen auf der Wanderung der Israeliten durch die Wüste ein Fels erwähnt wird. Es ist wichtig, den Unterschied zwischen den beiden zu bemerken.

Die erste geschah gleich, nachdem das Manna das erste Mal auf so wundersame Weise gegeben worden war. Israel kam nach Rephidim und begann sofort über den Mangel an Wasser zu murren. Daraufhin befahl Gott Mose, den Felsen zu schlagen. Es kam Wasser heraus und der Durst des Volkes wurde gestillt (2.Mo. 17,1-6). Der Schlag auf den Felsen symbolisierte die Tatsache, dass Christus, unser Felsen, später für die Sünden geschlagen wurde. Das Wasser deutet aber auch schon auf die Gabe des Heiligen Geistes an, der von Jesus als Wasser des Lebens beschrieben wird: "Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke" (Joh. 7,37). Der Felsen in der Wüste war eine Darstellung des Messias, der als Geber des Heiligen Geistes kommen würde. 

Das zweite Vorkommen eines Felsens geschieht gegen Ende der Wüstenwanderung. Wieder murrte Israel wegen des Wassermangels und wiederum sorgte Gott für ihre Bedürfnisse. Diesmal befahl er Mose, zu dem Felsen zu sprechen, aber in seinem Zorn gehorchte Mose nicht und schlug den Felsen zweimal (4.Mose 20,1-20). Weil er den Felsen schlug, anstatt mit ihm zu sprechen, wurde Mose schuldig, den Sinn des "Modells" zerstört zu haben. Der Felsen in 2. Mose symbolisierte Christus im Fleisch, zerschlagen, um uns das Wasser des Lebens zu geben, während der Felsen in 4. Mose Christus als Hohepriester darstellt, der nicht zweimal geschlagen werden darf, sondern den man um das Wasser des Lebens anspricht. 

Das erste Gleichnis begab sich am Beginn der Wanderung, das zweite am Ende; beide Gleichnisse sind eine Parabel über die bleibende Gegenwart Christi mit seinem Volk während seiner "Wüstenwanderung", der christlichen Reise hin zum "verheißenen Land" des Königreiches Gottes. 

Die beiden Geschehnisse, die wir eben betrachteten, begaben sich an völlig verschiedenen Orten und es werden auch zwei verschiedene Wörter für "Fels" verwendet. In 2.Mose 17 steht das Wort tsur und in 4.Mose 20 steht sela. Was nun meint Paulus, wenn er schreibt "sie tranken von einem geistlichen Felsen, der ihnen folgte"? Logischerweise folgte dem Volk Israel kein wirklicher Felsen. Eine bessere Antwort wäre die, dass Paulus die Sprache christlicher Erfahrung gebraucht und sie auf das alttestamentliche Modell anwendet. Das zeigt sich deutlich bei seiner Bezugnahme auf die Taufe zu Beginn seiner Diskussion. Die Israeliten wurden nicht wirklich getauft. In der Tat, es wird uns gesagt, dass ihnen das Wasser nicht nahe kam; sie gingen trockenen Fußes durch das Rote Meer. Aber ihre Erfahrung ist für Paulus eine naheliegende Parallele und so schreibt er, sie seien "auf Mose getauft worden". Ebenso folgte ihnen der Fels nicht wirklich. Es war einfach ein "Modell" oder "Typ" Christi, der die Christen durch ihr Leben begleitet. Das ist auch genau das, was auch Paulus behauptet: "Alles dies widerfuhr aber jenen als Vorbild..." (1.Kor. 10,11) 


Prof. Kuschel kommt zum selben Ergebnis und schreibt in seinem umfangreichen Werk über die Präexistenz Christi folgendes: [2]

Und dieser Fels war Christus? Manche Exegeten sehen hier die Präexistenz Christi klar bezeugt... Was ist zu dieser Deutung zu sagen? 
Eine solche Exegese ist gerade an dieser Stelle äußerst missverständlich, solange nicht die Begriffe "real" und "Präexistenz" näher bestimmt sind. Denn das eine ist sicher: In keinem Fall geht es hier um eine Art Präexistenz, wie wir sie bisher weisheitstheologisch oder apokalyptisch kennengelernt haben; eine Weise des Seins bei Gott, in Gottes Ewigkeit vor der Weltschöpfung. Geht es hier doch um eine einzelne Szene aus dem Ablauf der Geschichte, der Geschichte Israels nämlich. Zum anderen ist die Form der Aussage ja keine "dogmatische" Reflexion auf die Person Christi, sondern eine typologische Interpretation eines alttestamentlich wichtigen Heils-Ereignisses, wie es auch in den Psalmen 78 und 106 sowie Neh 9,9-20 rekapituliert wird und wie es schon damals durch Philo von Alexandrien typologisch gedeutet worden war: das Manna und der Felsen als Allegorien des universellen Logos und der personifizierten Wahrheit. 

Und Paulus deutet diese Exodus-Erzählung ja selber als "typikos" (1.Kor. 10,11), als eine Episode also, deren Sinn über sich hinaus weist. Anders gesagt: "Paulus verstand Christi Aktivität in den Ereignissen des Alten Testaments typologisch und nicht wörtlich", wie der britische Patristiker G.W.H. Lampe zu Recht interpretiert. 

Und zum dritten ist der Kontext dieser Stelle aller Beachtung wert. Es dürfte zu paränetisch, der typologische Satz viel zu spontan eingebaut sein, als dass wir es hier mit einer christologischen Grundsatzaussage zu tun hätten. Eduard Schweizer ist deshalb zuzustimmen: "Aus 1.Kor 10 lässt sich keine Christologie der Präexistenz im Alten Testament ableiten, weder so, dass "Christus" nur Chiffre für Gottes Gnade wäre, noch so, dass an eine heilsgeschichtlich niedrigere Stufe seiner Existenz gedacht wäre." Was also?

Das Schlüsselwort zum Verständnis dieser Passage dürfte das Wort "pneumatikos", "geistlich" sein. Denn liest man diese Geschichte "geistlich", wird klar, dass Paulus hier - im Gegensatz zu vielen heutigen christlichen Paulus-Interpreten - das Alte Testament nicht christologisch vereinnahmt (etwas nach dem Schema Verheißung - Erfüllung), sondern Bezüge zwischen damals und heute herstellt.

Paulus will offensichtlich klarmachen: Es gibt (unter der Perspektive von Gottes Handeln) einen Zusammenhang von damals und heute, von der Situation der Wüstenwanderung und der Situation in Korinth, von den Juden einst und den Christen jetzt. Die allegorische Gleichung Christus = geistiger Fels ist dazu der Schlüssel, der den Sinnzusammenhang auch der anderen erwähnten Ereignisse erst aufschließt, der sonst verborgen bliebe. Anders könnte ja auch von einer "Taufe" auf Mose (die so gar nicht stattgefunden hat) nicht geredet werden. Es geht hier also um einen neuen "Blick" auf die Geschichte Israels aus der Perspektive Christi, des erhöhten Herrn, einer Perspektive des Geistes.  


Chann bemerkt, dass Jesus kein präexistierendes Wesen sein muss, damit wir gerettet werden. Das Heil hat seine Quelle in JHWH. Wasser symbolisiert Leben und Jesus ist der Fels aus dem das Wasser entspringt. Doch die ursprüngliche Quelle, der Geber jeder Gabe und jedes Vollkommenen Geschenks ist  JHWH selbst (Jak. 1,17). [3]


Der führende britische Neutestamentler Prof. James Dunn bestätigt ebenfalls die typologische Sicht, welche auch die alexandrinischen Juden teilten und hält es für sehr unwahrscheinlich, dass 1.Kor. 10,4 für eine Präexistenz Jesu spricht. [4]

Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat; (Hebr 1,1-2)

Dieser Vers widerspricht der Theorie einer realen Präexistenz. Außer man geht davon aus, dass der präexistente Messias vor seiner Geburt stumm war oder zumindest nicht sprechen durfte. In alttestamentlicher Zeit, sendete GOTT seine Engel (Hebr 2,2; vgl. Apg 7,38 u. 7,53).

So spricht der HERR, dein Erlöser und der dich vom Mutterleib an gebildet hat: Ich, der HERR [JHWH], bin es, der alles wirkt, der den Himmel ausspannte, ich allein, der die Erde ausbreitete — wer war bei mir? (Jes 44,24)

Keine Binität oder Trinität war bei der Schöpfung dabei, sondern allein der VATER. Es ist auch erstaunlich, dass der Messias in allen vier Evangelien mit keinem Wort erwähnt, was er alles im AT gewirkt hatte. 

Der Messias war im AT der Same (1.Mo. 22,18; 1.Mo 49,10; 2.Sam 7,12-14), der Nachkomme (Röm 1,3), weil er noch nicht aktiv im Dienste GOTTES stand. Selbstverständlich präexistierte der Messias Jeshua. Doch nicht auf griechisch-hellenistische (reale), sondern auf biblisch-hebräische (ideale) Weise: 

Von dieser ideellen Präexistenz ist die reale Präexistenz der Seele des Messias ... zu unterscheiden. Eine andere Präexistenz ist nach dem älteren jüdischen System nicht denkbar; erst die spätere jüdische Theologie lässt den Messias wirklich im Garten Eden [Paradies] vorhanden sein. [5]
 
 

1. Buzzard/Hunting: Die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes. Die selbst zugefügte Wunde der Christenheit 107-108
2. Kuschel: Geboren vor aller Zeit? Der Streit um Christi Ursprung 262-263
3. Chang: The Only True God. A Study of Biblical Monotheism 266
4. Dunn: Christology in the Making. A New Testament Inquiry into the Origin of the Doctrine of the Incarnation 184 
5. Weber: Jüdische Theologie - auf Grund des Talmud und verwandter Schriften 355
 
 

 

Heb 1,8-9 Vom Sohn: Dein Thron o Gott

...aber von dem Sohn: »Dein Thron, o Gott, währt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts. Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl, mehr als deine Gefährten!  Hebr. 1,8-9

In diesen beiden Versen wird der Herr Jesus zuerst als Sohn Gottes bezeichnet, dann aber auch zweimal Gott genannt und gleich darauf ist von seinem Gott die Rede.

Diese Verse werden sehr oft und gerne zitiert als Beweis dafür, dass Jesus Gott sei. Und in der Tat wird Gottes Sohn von Gott selbst hier Gott genannt. Somit sind das zwei Götter - wenn es denn so ist.
Gott und sein Sohn werden hier klar unterschieden, es ist in keiner Weise von einer Vermischung oder Wesenseinheit die Rede, auch nicht davon, dass der Sohn nur eine andere Offenbarungsform des einen und einzigen Gottes sei. Und auch nicht, dass Vater und Sohn zusammen - auf geheimnisvolle Weise - der eine Gott wären.

Bei der o.g. Beweisführung wird in aller Regel der Teil von Vers 9 verschwiegen, in dem vom Gott des Sohnes die Rede ist: ...darum hat dich ... dein Gott gesalbt... Der Sohn hat einen Gott, es ist der Gott des Herrn Jesus, der Gott, der Jesus zum Herrn und zum Christus gemacht hat. Der Vater des Herrn Jesus ist der Gott aller Götter.

Somit wird bereits in diesen beiden Versen klar, dass Jesus niemals Gott im absoluten Sinn ist. Betrachtet man nun den gesamten Hebräerbrief oder gar die ganze Bibel, wird dies sehr sehr oft bestätigt. (Als Parallele und Vorbild sei auch Mose erwähnt, der von Gott ebenfals Gott (Elohim) genannt wird in 2.Mo 4,16 u 7,1.)

Beharrt man darauf, dass Jesus Gott im absoluten Sinn ist, was man aus V8 und V9a durchaus ableiten kann, so sollte man so ehrlich sein und von zwei Göttern reden und dazu erwähnen, dass Vers 9b nicht dzu passt.

Man kann aber auch sagen, dass Jesus hier zwar Gott genannt wird, aber gleichzeitig ist vom Gott des Herrn Jesus die Rede. Insofern ist leicht erkennbar, dass Jesus seinem Gott und Vater untergeordnet ist, was auch dadurch untermauert wird, dass an vielen weiteren Stellen in der Bibel vom Gott des Herrn Jesus geschrieben steht (z.B. Off. 3, 2+12).

1.Joh 5,7-8 Comma Johanneum

Geschrieben von: Aleksandar Vuksanović

Einer der bekanntesten Verse, welche als Belege für die Trinitätslehre herangezogen werden, ist 1.Joh. 5,7-8, das sogenannte Comma Johanneum.

Schlachter 2000: Denn drei sind es, die Zeugnis ablegen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins; und drei sind es, die Zeugnis ablegen auf der Erde: der Geist und das Wasser und das Blut, und die drei stimmen überein.

Der erste Teil findet sich nicht in der älteren Schlachter-Übersetzung und ebenso wenig in den meisten anderen Übersetzungen.

Schlachter 1961: Und der Geist ist es, der bezeugt, weil der Geist die Wahrheit ist. Denn drei sind es, die bezeugen: der Geist und das Wasser und das Blut, und die drei sind einig.

Elberfelder 1905: Denn drei sind, die da zeugen: der Geist und das Wasser und das Blut, und die drei sind einstimmig.

NGÜ: Somit sind es drei Zeugen: der Geist, das Wasser und das Blut; und die Aussagen dieser drei stimmen überein.

NASB: For there are three that testify: the Spirit and the water and the blood; and the three are in agreement.


Wikipedia schreibt: [1]

Der Abschnitt fehlt in sämtlichen griechischen Handschriften mit Ausnahme weniger später Minuskeln. Zu diesen gehören laut Nestle-Aland (26. Auflage) die Handschriften 61, 629, 918, 2318, sowie spätere Zusätze in den Minuskeln 88, 221, 429, 636. Erst um 380 n. Chr. taucht der Zusatztext in einer Schrift des Spaniers Priscillian auf. Einige Kirchenväter verraten überhaupt keine Bekanntschaft mit dem Satz, so z. B. Hieronymus, andere, wie Augustinus, kannten ihn zwar, betrachteten ihn aber anscheinend als nicht zum Bibeltext gehörig. Die Vulgata hatte ihn als Textbestandteil. Erasmus von Rotterdam nahm das Comma erst 1522 in die dritte Ausgabe seines griechischen Neuen Testaments auf, gedrängt von Anfeindungen wegen seines Fehlens und gestützt auf die – nach Erasmus’ eigener Bewertung möglicherweise gefälschte – Minuskel 61. Zu Luthers Lebzeiten fehlte das Comma Johanneum in seiner Übersetzung und wurde erst 1581 durch einen Frankfurter Drucker eingefügt. In der Lutherbibel von 1545 lautete die Stelle: "Denn drey sind die da zeugen auff Erden / Der Geist / vnd das Wasser / vnd das Blut / vnd die drey sind bey samen". [Vgl. 1. Johannes 5 aus der Luther-Bibel 1546 bei Wikisource.] Bei der Revision von 1892 wurde das Comma eingeklammert und mit einer Fußnote versehen; bei der Revision 1912 wurde es aus dem Text genommen und in eine Anmerkung verwiesen. Im Jahre 1897 entschied das Heilige Officium, dass katholische Theologen die Echtheit des Comma nicht mit Sicherheit ("tuto") leugnen oder bezweifeln könnten. Diese Entscheidung wurde durch Papst Leo XIII. bestätigt, jedoch nicht in der forma specifica, so dass es sich um nichts weiter als eine "Behördenentscheidung" handelte. Katholische Theologen hatten dennoch forthin bei wissenschaftlichen Auseinandersetzungen Bezug auf diese Entscheidung zu nehmen. [Walter Drum: Artikel Epistles of Saint John; in: The Catholic Encyclopedia; New York: Robert Appleton Company, 1910; Besucht am 30. August 2008 auf newadvent.org] Im Jahr 1927 gab Papst Pius XI. schließlich die Diskussion frei (vgl. Denzinger-Hünermann Nr. 3681). Die unter Papst Johannes Paul II. erschienene Nova Vulgata bietet den Satzteil nicht mehr. 
http://www.vatican.va/archive/bible/nova_vulgata/documents/nova-vulgata_nt_epist-i-ioannis_lt.html]
Evangelische wie römisch-katholische Theologen sind sich heute mit wenigen Ausnahmen einig, dass das Comma Johanneum nicht zum ursprünglichen Textbestand des 1. Johannesbriefs gehört und allenfalls eine etwa seit dem 4. Jahrhundert bezeugte Deutung der zweifellos zum Text gehörenden Passage über die "drei irdischen Zeugen" darstellt.


Einer der führenden amerikanischen Neutestamentler Bruce M. Metzger und Editor des Nestle-Aland Novum Testamentum Greace bestätigt, dass das Comma Johanneum nicht Bestandteil des Griechischen Neuen Testaments ist. Die amerikanischen Übersetzungen NASB, NIV, NRSV haben diesen Zusatz ebenfalls nicht im Gegensatz zur AV. [2]

Das Handwörterbuch für Religionsgeschichte und Theologie RGG4 schreibt dazu: [3]

In griechischen Textzeugen erscheint es nicht vor dem 14. Jh. ... Es fehlt in allen alten Bibelübersetzungen, auch in den ältesten Zeugen der Vetus Latina und Vulgata ... Erasmus hat es 1516 und 1519 als unecht aus seinem griechischen Text und der lateinischen Übers. des NT ausgeschlossen. 1521 hat er es aber in eine separate Ausgabe seiner lateinischen Übersetzung aufgenommen, 1522 auch in seine 3. Ausgabe des NT, sowohl in den lateinischen als auch in den griechischen Text (aus Min. 61), nur um seine Ausgabe des NT vor Verketzerung zu schützen. Hierdurch wurde es Teil des Textus Receptus. Seit dem 19. Jh. lassen kritische Ausgaben es wieder aus. Das Comma Johanneum gilt jetzt allgemein als später Einschub.

Das Lexikon für Theologie und Kirche LThK packt das Problem bei der Wurzel und schreibt über die Ursache des Comma Johanneum folgendes (meine Hervorhebung): [4]

Comma Joanneum heißt die im 4. Jh. erfolgte Erweiterung von 1.Joh. 5,7: (Drei sind, die Zeugnis geben) im Himmel: der Vater, der Logos und der Heilige Geist, und diese drei sind eins, und drei sind, die Zeugnis geben auf Erden. Dieser Zusatz fehlt in allen orient. Übers., griech. Bibel- und Väterschriften (außer zwei Bibel-Hss. des 15. und 16. Jh.), bei fast allen Altlateinern und älteren lat. Kirchenschriftstellern (einschl. Vg). Er hat eine weitere Verbreitung erst durch die Complutenser Polyglotte (1514-20) und die Bibel des Erasmus (seit 1522) gefunden, widerspricht aber dem Zusammenhang und sprachlichen Gründen.
Die Entstehung der dogmatisch-apologetischen Ergänzung hat ihre Wurzel in der Anwendung der Worte dieses drei sind eins auf die Dreifaltigkeit durch Tertullian (Adv. Prax. 25) u. Cyprian (De eccl. unit. 6) und in einer wohl hieraus erfolgten mystisch-symbolischen Deutung der ursprünglich drei irdischen Zeugen auf die drei göttlichen Personen.

Kermit Zarley beschreibt in drei Punkten, warum dieser trinitarische Zusatz nicht Bestandteil der Heiligen Schrift ist: [5]

  1. Kein vornizäischer Kirchenvater hat diesen Zusatz zitiert.
  2. Er existiert nur in einigen späteren lateinischen Ausgaben.
  3. In keiner frühchristlichen syrischen, koptischen, armenischen, äthiopischen, arabischen oder slawischen Bibelausgabe existiert dieser Zusatz.

Der Bibellehrer Karl-heinz Vanheiden findet es "abenteuerlich", wie dieser Zusatz in den Textus Receptus und somit u.a. in die Schlachter 2000 Bibel geriet. In den ersten zwei Ausgaben des griechischen Neuen Testamentes von Erasmus war es nicht vorhanden, aus dem einfachen Grunde, weil er es in keiner griechischen Handschrift fand. Erst auf Druck von außen und einer ihm neu vorgelegten griechischen Handschrift (welche er verdächtig fand, da diese aus dem Lateinischen übersetzt wurde), entschloss sich Erasmus zögernd, diesen Zusatz in seine dritte Ausgabe aufzunehmen. [6]

Luther übersetzte das Neue Testament auf Grundlage der zweiten Ausgabe von Erasmus (welche später mit kleinen Änderungen Textus Receptus genannt wurde) und somit ohne das Comma Johanneum. Dies geschah erst zu einem späteren Zeitpunkt 1581 durch Initative eines Frankfurter Druckers. In seiner Vorlesung über den 1. Johannesbrief schrieb Luther:

Dieser Zusatz im 1. Johannesbrief sei durch den Eifer der Theologen gegen die Arianer ungeschickt eingefügt worden ... Ich könnte mich leicht darüber lustig machen, dass es keine ungeeignetere Beweisstelle für die Trinität gibt. [7]

Rudolf Ebertshäuser hat über sieben Jahre an der Schlachter-Übersetzung 2000 mitgewirkt. Selbstverständlich hat er seine eigene Meinung zu diesem Punkt. Trotz aller sachlichen Argumente, die gegen ihn sprechen, muss man solche Dinge im Glauben (?) annehmen. So schreibt er:

Für den Standpunkt des Glaubens ist entscheidend, dass das Comma Johanneum durch Gottes Vorsehung in den Textus Receptus aufgenommen wurde in einer Phase, wo anfängliche Unsicherheiten des Textes berichtigt wurden, und dass es im ausgereiften Stadium des Textus Receptus ab Stephanus 1550 einen festen, unbestrittenen Platz darin hatte, ebenso in allen wichtigen reformatorischen Bibeln (wenn auch bei Luther und der Zürcher mit etwas Verspätung). Wir dürfen deshalb im Glauben annehmen, dass es echt ist, auch wenn es nur wenig heute erhaltene Beweise dafür gibt. [8]

Solche Argumente sprechen für sich und es bedarf hier keines weiteren Kommentars.

Es ist etwas erstaunlich, wie bei Schlachter 2000 drei auf Erden und drei im Himmel etwas bezeugen sollen. Interessant ist, dass im Himmel irgend jemand etwas bezeugen müsse, wenn doch im Himmel keine Unwissenheit herrscht?! 

In den heute im Handel befindlichen Bibelübersetzungen einschließlich der römisch-katholischen ist das Comma Johanneum meist entweder überhaupt nicht erwähnt, oder, deutlich als spätere Zufügung gekennzeichnet, in die Fußnoten verwiesen. Diese trinitarischen Zusätze finden sich in deutschen Bibelausgaben bei Schlachter 2000 und der Luther 1998 bzw. der Neuen Luther-Übersetzung.


  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Comma_Johanneum
  2. Bruce M. Metzger: The Text of the New Testament, 102
  3. RGG4, Band 2, 429
  4. LThK, Band 3, 18
  5. Kermit Zarley: The Restitution of Jesus Christ, 402
  6. Karl-Heinz Vanheiden: Näher am Original? Der Streit um den richtigen Urtxt der Bibel, 106-107
  7. Martin Heide: Der einzig wahre Bibeltext ? Erasmus von Rotterdam und die Frage nach dem Urtext, 73
  8. Rudolf Ebertshäuser: Gottes zuverlässiges Wort, 41

1.Joh 5,20 Dieser ist der wahrhaftige Gott

Wer ist damit gemeint, wer ist der wahrhaftige Gott? Ist es der Sohn Gottes, Jesus Christus, oder ist Gott selbst der Wahrhaftige Gott und Jesus Christus somit der Sohn des wahrhaftigen Gottes? Der ganze Vers lautet:

Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. (1.Joh 5,20)

Hier geht es besonders um den letzten Satz: Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.

Bezieht sich das hier verwendete "Dieser" auf "den Wahrhaftigen" oder auf "seinen Sohn Jesus Christus"?

Einer von beiden ist der wahrhaftige Gott. "Dieser" ist exklusiv EINER. Einer der beiden hier genannten ist der wahrhaftige Gott, der andere nicht. Es heißt in diesem Vers nicht ...diese beiden sind zusammen der wahrhaftige Gott. Es heißt auch nicht ...sein Sohn ist auch der wahrhaftige Gott. Nein, nur dieser eine ist der wahrhaftige Gott. Der Vater oder sein Sohn Jesus Christus.

Ich selbst war lange Zeit auch der Meinung, dass in diesem Vers eindeutig gesagt werde, dass Jesus Christus der wahrhaftige Gott sei. Dabei habe ich nicht bemerkt, dass ich damit dem Vater unbewusst sein Gottsein abspreche und zugleich Jesus Christus zum Lügner gemacht habe, denn er sagte in Joh. 17,3, dass der Vater allein wahrer Gott sei. Es tut mir zutiefst leid, dass ich so gedacht und geredet habe.

Normalerweise bezieht sich ein "Dieser" auf den zuletzt genannten, aber bei weitem nicht immer. Gleich im nächsten Kapitel, dem zweiten Brief des Johannes, steht in Vers 7:

Denn viele Verführer sind in die Welt hinausgegangen, die nicht Jesus Christus, im Fleisch gekommen, bekennen; dies ist der Verführer und der Antichrist.

Ganz sicher ist Jesus nicht der Antichrist.

Ein weiteres Beispiel ist in Apg 4,10-11 zu finden:

...so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel kund: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten - in diesem Namen steht dieser gesund vor euch. Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verachtet, der zum Eckstein geworden ist.

Wer ist der Stein, der verworfen wurde? Der zuvor Gelähmte? Oder Gott selbst?

Nicht Gott war es, der wieder gesund vor dem Volk stand, sondern der zuvor Gelähmte. Und nicht dieser, sondern Jesus Christus ist der Stein, der von den Bauleuten verworfen wurde, der zum Eckstein geworden ist.

Ein drittes Beispiel sei erwähnt:

Apg 7,18-19 ...bis ein anderer König über Ägypten aufstand, der Josef nicht kannte. Dieser handelte mit List gegen unser Geschlecht und misshandelte die Väter, so dass sie ihre Säuglinge aussetzen mussten, damit sie nicht am Leben blieben.

Josef handelte mit List an seinen Brüdern, bevor er sich ihnen zu erkennen gab, aber ohne Zweifel ist nicht er gemeint mit dem "Dieser", sondern der Pharao, obwohl Josef der Letztgenannte ist.

Ich stelle hier die beiden Passagen nochmals einander direkt gegenüber, dann erkennt man es noch besser:

1.Joh 5,20

Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen; und wir sind in dem Wahrhaftigen,

in seinem Sohn Jesus Christus.

Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.

Apg 7,18-19

Als aber die Zeit der Verheißung nahte, die Gott dem Abraham zugesagt hatte, wuchs das Volk und vermehrte sich in Ägypten, bis ein anderer König über Ägypten aufstand,

der Josef nicht kannte.

Dieser handelte mit List gegen unser Geschlecht und misshandelte die Väter, so dass sie ihre Säuglinge aussetzen mussten…

Das "dieser" bezieht sich links auf "den Wahrhaftigen" und rechts auf "ein anderer König über Ägypten". Im Grunde ist es klar und biblisch belegt, entspricht zudem der absolut vorherrschenden Gesamtaussage der Heiligen Schrift, dass Jesus Christus der Sohn des wahrhaftigen Gottes ist (1.Thess 1,9-10). Aber wer es nicht sehen will, kann es wohl auch nicht.


Es gibt noch sehr viel mehr Beispiele in der Bibel, in denen sich das "Dieser" nicht auf den zuletzt genannten bezieht. Wer aufmerksam die Bibel liest, wird sie finden. (z.B. Jak 1,12; 1.Mo 41,12-13; Dan 7,13-14; Apg 7,37-38 und andere)

Wer aber unbedingt daran festhalten will, dass Jesus lt. 1. Joh. 5,20 der wahrhaftige Gott ist, wird sich erfahrungsgemäß nur schwerlich von biblischen Argumenten überzeugen lassen. Leider war es bei mir auch lange Zeit so.

Gott, der Vater, ist der wahrhaftige Gott. Durch Jesus Christus, seinen Sohn, (und nur durch ihn!) sind auch die Gläubigen in dem wahrhaftigen Gott. So steht im Kapitel davor:

1.Joh 4,15 Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er in Gott.

 

   

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