Der Bund eines guten Gewissens - die Notwendigkeit der Erwachsenentaufe

Von einer Bekenntnishandlung im Urchristentum zum Sakrament mit Nebenwirkungen
(Quelle: http://www.christadelphian.de/artikel/erwachsenentaufe.pdf)

Was versteht man heute unter Taufe?

Wann haben Sie das letzte Mal etwas über eine Taufe in der Zeitung gelesen? Ich meine jetzt nicht die Taufen bei den Familiennachrichten, sondern Taufen zu aktuellen Anlässen. Wer oder was wurde getauft? Wie wurde getauft? Zwei Zeitungsausschnitte sollen Ihnen zeigen, was man heute allgemein unter "Taufe" versteht: Bei den Kieler Howaldtswerken-Deutsche Werft AG (HDW) fand im April 1988 das erfreuliche Ereignis einer Doppeltaufe statt. Zwei Supercontainerschiffe wurden getauft! Eines dieser Schiffe erhielt den Namen "President Kennedy", das andere wurde mit dem Namen "President Truman" benannt. Die Taufe wurde vollzogen, indem man eine Sektflasche am Bug der Schiffe zerschellen ließ. War das eine Taufe? - Nun, man sagt so, obwohl eine Taufe nach dieser Zeremonie nichts anderes ist als eine Namensgebung. Mit dem biblischen Begriff Taufe hat das absolut nichts zu tun. Denn würde man ein Schiff nach biblischer Weise richtig taufen, wäre das kein besonderer Glückstag für die Werft, weil taufen nämlich ganz untertauchen bedeutet! Ein weiterer Zeitungsbericht über die gewöhnliche Vorstellung der Taufe in unseren Tagen war am 28. September 1989 in der "Essdinger Zeitung" zu lesen. Unter der Überschrift "Taufe im Bierzelt: Sina schlief selig" war zu lesen: "Die Hauptperson des Wasengottesdienstes war Sina Weeber. Geboren wurde die Schaustellertochter erst vor sechs Wochen - gerade noch rechtzeitig, um standesgemäß auf dem Wasen getauft zu werden. Schließlich wird das kleine Mädchen vorwiegend auf Festen aufwachsen. Die nötige Ruhe für ein bewegtes Leben bewies die Kleine zumindest bei ihrer Taufe: Selig schlummernd ließ sie alles über sich ergehen und protestierte nicht einmal gegen das "Taufwasser". War das eine Taufe? - Nun, man sagt so, aber es war zum einen auch nur eine Namensgebung, denn Sina erhielt ihren "Taufnamen", wie man den Vornamen auch nennt, und zum andern war es die Aufnahme in eine Kirche, der sie nun unfreiwillig angehört. Mit dem biblischen Begriff der Taufe hatte auch das allerdings nichts zu tun. Denn Sina war ja offensichtlich völlig unbeteiligt bei dieser Handlung.

Diese beiden Beispiele zeigen, was heute landläufig unter "Taufe" verstanden wird. Es ist in erster Linie eine Namensgebung. Selbst Schiffe werden "getauft", indem man sie vor dem Stapellauf mit einem Namen versieht. Wie unsinnig es ist, eine solche Namensgebung mit dem Wort "Taufe" zu bezeichnen, wird uns bewusst, wenn wir die Antwort kennen auf die Frage: Was versteht Gottes Wort unter Taufe?

Taufe bedeutet untertauchen

Der Täufling wird also völlig im Wasser untergetaucht als Symbol des Begrabenseins. Sowohl Jesus Christus als auch seine Jünger tauchten tief und vollständig im Wasser unter bei ihrer Taufe. Das wird aus den Aussagen der Heiligen Schrift deutlich, die betonen, dass man zur Taufe in das Wasser steigen musste und dass dort getauft wurde, wo viel Wasser war: "Da kommt Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe. Er aber wehrte es ihm und sprach: ,Ich habe nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir?' Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: ,Lass es jetzt zu; denn also gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen!' Da ließ er es ihm zu. Und da Jesus getauft war, stieg er alsbald aus dem Wasser, und siehe, da tat sich der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabsteigen und über ihn kommen. Und siehe, es kam eine Stimme vom Himmel, die sprach: ,Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!" (Matth 3,13-17; Mark 1,9-10) "Aber auch Johannes taufte in Enon, nahe bei Salim, weil viel Wasser daselbst war. Und sie kamen dahin und ließen sich taufen" (Joh 3.23). Den Sinn der Taufe, das Begrabenwerden mit Christus, drückt nur die Taufe aus, die durch völliges Untertauchen im Wasser vollzogen wird. Sehen wir uns auch dazu ein paar wichtige Schriftstellen an: "Als sie aber des Weges dahinzogen, kamen sie zu einem Wasser, und der Kämmerer spricht: ,Siehe, hier ist Wasser! Was hindert, dass ich getauft werde?' Da sprach Philippus: , Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so kann es geschehen.' Er antwortete und sprach: ,Ich glaube, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist!' Und er hieß den Wagen stille halten, und sie stiegen beide in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn. Als sie aber aus dem Wasser heraufgestiegen waren, entrückte der Geist des Herrn den Philippus, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; denn er zog seine Straße fröhlich" (Apg 8,36-39). "Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir auf Jesum Christum getauft sind, auf seinen Tod getauft wurden? Wir sind, also mit ihm begraben worden durch die Taufe auf den Tod, auf dass, gleichwie Christus ist auferweckt worden von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln" (Röm 6,3-4). Die Taufe ist ein tatsächliches Untertauchen des Gläubigen, sie bedeutet das Begrabenwerden im Wasser. Das geht sowohl aus dem im "Neuen Testament" verwendeten Wort "baptizo" hervor als auch aus der Definition im Brockhaus, der erklärt: "Taufe (german. ,untertauchen'; aus gotisch: ,daupjan')". Sehen wir uns eine der aussagekräftigsten Schriftstellen über die Taufe in der "Griechisch-Deutschen InterlinearÜbersetzung des Neuen Testaments" (S. 220) an. Im Markusevangelium lesen wir: "Der gläubig Gewordene und Getaufte (= baptisdeis) wird gerettet werden, aber der nicht gläubig Gewordene wird verurteilt werden" (Mark 16,16). Im "Griechisch-Deutschen Schul- und Handwörterbuch" (S.153) finden wir als Übersetzung des griechischen Wortes

"bapto": (ein)tauchen, tränken, färben, untertauchen, untersinken.

So gibt das Wort Gottes in der Bibel eine klare und eindeutige Aussage über die Form der Taufe: Es muss dazu viel Wasser vorhanden sein, um den Täufling untertauchen, um ihn im Wasser begraben zu können. Sehen Sie jetzt, wie irreführend es ist, von einer Schiffstaufe zu reden? Ein im wahrsten Sinne des Wortes "getauftes" Schiff würde am Meeresgrund liegen. Und das wünscht sich wohl keine Schiffswerft von ihrem neuesten Produkt, oder? Um nun beurteilen zu können, ob die "Taufe im Bierzelt" von Sina Weeber auf dem Cannstatter Wasen gemäß der Anweisung Jesu vollzogen wurde, und ob dabei alle Voraussetzungen erfüllt wurden, damit sie eine gehorsame Nachfolgerin Jesu Christi wird, sollten wir uns anhand des Wortes Gottes über die Bedeutung der Taufe informieren:

Die Bedeutung der Taufe

Fragen wir also die Bibel: "Welche Bedeutung hat die Taufe?" Sie antwortet: Die Taufe hat mehrere Bedeutungen:

1. Sie erinnert uns daran, dass der Herr Jesus begraben wurde und auferstanden ist und zeigt uns, wie wir durch die Taufe seines Todes und seiner Auferstehung teilhaftig werden können: "Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir auf Jesum Christum getauft sind, auf seinen Tod getauft wurden? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe auf den Tod, auf dass, gleichwie Christus ist auferweckt worden von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln" (Röm 6,3-4).

2. Sie erinnert uns daran, dass wir wegen unserer Sünden den Tod verdient haben. Indem der ganze Mensch im Wasser untergetaucht wird, geben wir zu erkennen, dass wir mit Sicherheit sterben müssen: "Denn wenn wir mit ihm verwachsen sind zur Ähnlichkeit seines Todes, so werden wir es auch zur Auferstehung sein; wissen wir doch, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt wurde, auf dass der Leib der Sünde abgetan sei, so dass wir der Sünde nicht mehr dienen; denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde losgesprochen" (Röm 6,5-7).

3. Sie erinnert uns daran, dass Gott - weil er ein Gott der Gnade ist - uns vom Tode erretten will durch die Auferstehung aus den Toten. Darum ist die Taufe eine Art Tod, ein Begräbnis im Wasser, aber auch eine Art Auferstehung zu neuem Leben. Die Taufe ist als ein Bekenntnis des Bewusstseins der Sterblichkeit und des Glaubens an die Auferstehung zum ewigen Leben zu verstehen: "In ihm seid ihr auch beschnitten mit einer Beschneidung, die ohne Hände geschehen ist, durch das Ablegen des fleischlichen Leibes, in der Beschneidung Christi: indem ihr mit ihm begraben wurdet in der Taufe, in welchem ihr auch mit auferstanden seid durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat. Und auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und in dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, hat er mit ihm lebendig gemacht, da er euch alle eure Übertretungen vergab" (Kol 2,11-13).

4. Sie erinnert uns daran, dass, so wie das Wasser viel abwaschen kann, Gott denen die Sünden wegnehmen und ein gutes Gewissen verleihen wird, die auf ihn hören, wenn wir uns taufen lassen. Dann vergibt uns Gott unsere Sünden, die wir bis dahin begangen haben. Mit der Taufe wird uns ein Neuanfang als Jünger Jesu Christi geschenkt: "... welches auch jetzt im Gegenbild uns rettet als Taufe, welche nicht ein Abtun fleischlichen Schmutzes ist, sondern die an Gott gerichtete Bitte um ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi" (1.Petr 3,21). "Und nun, was zögerst du? Steh auf und lass dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst!" Apg 22,16

Die Bibel kennt keine Kindertaufe

Hatte die Taufe von Sina Weeber diese Bedeutung? War sich das sechs Wochen alte Mädchen bei ihrer Taufe bewusst, dass Jesus Christus sein Leben geopfert hat, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern dass sie das ewige Leben haben (Joh 3,16)? Hat sie bei ihrer Taufe ihren "alten" Menschen begraben, um als neugeborener Mensch "in Christo" ein neues Leben zu beginnen? War sie sich bewusst, dass sie wegen ihrer Sünden den Tod zu recht verdient hat und darum sterblich ist? Nahm sie die Taufe als einen Bundesschluss mit Gott an, welcher ihr aufgrund ihres Glaubens und ihrer Taufe den Weg zum ewigen Leben bereiten will? - Was tat Sina Weeber bei ihrer Taufe? Was tun die meisten Säuglinge, wenn sie getauft werden? Was taten Sie, als Sie als Kleinkind getauft wurden? Säuglinge sind bei ihrer Taufe völlig unbeteiligt. Sie protestieren höchstens gegen die Wassertropfen oder schlafen ungerührt! Ist das Besprengen mit Wasser eine Taufe? Ist das die Taufe, die Jesus Christus als Voraussetzung für das ewige Leben angeordnet hat?

Seine Anordnung war klar, folgerichtig und eindeutig:

"Wer 1. glaubt und 2. getauft wird, soll 3. gerettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden" (Mark 16,16).

Vielleicht sagen Sie jetzt: "Aber die Taufe tilgt doch die Erbsünde, damit mein Kind nicht verloren geht, wenn es frühzeitig stirbt!" Sie sollten sich nicht durch menschliche Spekulationen und falsche Ratschläge, sondern durch Gottes zuverlässiges Wort leiten lassen. Und dieses Wort sagt rein gar nichts über die "Säuglingstaufe". Das Argument, man müsse schon Säuglinge taufen, um sie von der "Erbsünde" zu befreien, hört man häufig. Ich frage Sie: "Wo steht das in der Bibel?" Nirgends! Kinder erben keine Sünde, sie erben die adamitische Natur, die Sterblichkeit. Wir Menschen sündigen nicht deshalb, weil Adam und Eva gegen Gottes Gebot ungehorsam waren, sondern weil unsere eigene Natur uns dazu reizt, gleich wie das bei Adam und Eva der Fall war (Röm 5,12). Erst wenn wir alt genug sind, um das zu erkennen, werden wir Gottes Gnade und Barmherzigkeit, Sein Angebot der Sündenvergebung aufgrund unseres Glaubens an Sein Wort annehmen. So ist zweifellos unser Glaube die Voraussetzung für unsere Taufe! Die Taufe steht in inniger Beziehung zum schlechten Gewissen. Ein Säugling hat noch kein unreines Gewissen, weil er noch nicht gesündigt hat. Deshalb ist er auch nicht verantwortlich. Das kommt erst, wenn man Böses und Gutes unterscheiden gelernt und durch Übertretung sich ein ungutes Gewissen geholt hat. Es ist ja auch im alltäglichen Leben so, dass wir Kindern manches Zugeständnis machen, das wir einem Erwachsenen niemals machen würden. Im frühesten Kindesalter kann ein Mensch noch nicht zur Verantwortung gezogen werden. Dann aber kommt die Zeit, da er erwacht und auch schon gelegentlich gestraft werden kann und muss, bis er schließlich voll verantwortlich gemacht wird. Dann ist auch die Reife erreicht, in der der Mensch aus eigenem Entschluss und aus Überzeugung die Taufe begehren kann. Für Kinder, wenn sie jung sterben, gilt, was der Apostel Paulus schon den Eltern zu seiner Zeit als Trost geschrieben hat: die Kinder sind geheiligt durch die gläubigen Eltern (1.Kor 7,14). Nach allen Aussagen der Heiligen Schrift über die Taufe ist eine Kindertaufe wirkungslos!

Wenn Sie sich also im verantwortungsbewussten Alter, mit ausreichender Kenntnis des Wortes Gottes, mit ehrlicher Erkenntnis der eigenen Sündhaftigkeit und des Heilsangebots Gottes durch Seinen Sohn Jesus Christus taufen lassen, dann ist das keine "Wiedertaufe", sondern die einzige, richtige Taufe! Wer versucht, mittels der Kindertaufe das Reich Gottes zu erreichen, gleicht einem Benutzer eines öffentlichen Verkehrsmittels ohne einen gültigen Fahrschein. Hätten Sie dabei ein ruhiges Gewissen? Bedenken Sie: Durch menschliche Kontrollen kann man zwar durchschlüpfen, nicht aber durch göttliche!

Die Erwachsenentaufe (Glaubenstaufe) ist die erste Voraussetzung zur Errettung

Unmissverständlich sind die Hinweise in Gottes Wort, dass wir getauft werden müssen, um vor dem ewigen Tod gerettet zu werden. Denn auch unser Herr Jesus Christus ließ sich taufen, um alle Gerechtigkeit zu erfüllen! Paulus wurde getauft und mit Sicherheit auch die Jünger Jesu. In der Apostelgeschichte 19,1-7 wird sogar davon berichtet, dass etliche Jünger, die nur mit der Taufe des Johannes getauft waren, sich nun auf den Namen des Herrn Jesu taufen ließen, nachdem ihnen Paulus die Bedeutung der Taufe dargelegt hatte. Wer also den Glauben annahm und der Gemeinde Christi hinzugefügt werden wollte, ließ sich taufen, wie es Jesus angeordnet hatte. Die Taufe ist ein Gehorsamsakt! Wir müssen getauft werden, weil Jesus uns gesagt hat, dass die Taufe notwendig ist. Denn er erklärte: "Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen!" (Joh 3,5). Lesen wir zur Bestätigung des Gesagten ein paar Schriftstellen:

"Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: ,Lass es jetzt zu; denn also gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen!' Da ließ er es ihm zu" (Matth 3,15).

"Geht hin und macht zu Jüngern alle Völker, indem ihr sie tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes" (Matth 28,19).

"Wer glaubt und getauft wird, soll gerettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden" (Mark 16,16).

"Als sie aber das hörten, ging es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: ,Ihr Männer und Brüder, was sollen wir tun? Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und lasse sich ein jeglicher von euch taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.' Und noch mit vielen anderen Worten beschwor und ermahnte er sie und sprach: ,Lasst euch retten von diesem verkehrten Geschlecht!' Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tage bei dreitausend Seelen hinzugetan" (Apg 2,37-41).

"Er aber sprach: ,Der Gott unserer Väter hat dich vorherbestimmt, seinen Willen zu erkennen und den Gerechten zu sehen und die Stimme aus seinem Munde zu hören. Denn du sollst ihm bei allen Menschen ein Zeuge sein von dem, was du gesehen und gehört hast. Und nun, was zögerst du? Steh auf und lass dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst!" (Apg 22,14-16).

"Denn so viele euer auf Christus getauft sind, die haben Christus angezogen. Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier, da ist weder Mann noch Weib; denn ihr seid alle eins in Christus Jesus. Seid ihr aber Christi, so seid ihr Abrahams Samen und nach der Verheißung Erben" (Gal 3,27-29).

Nun sind Sie an der Reihe! Haben Sie sich schon überlegt, ob Ihre Taufe ausreicht, um gerettet zu werden? Sie sollten sich jetzt nicht vor mir oder vor Ihren Familienangehörigen oder vor Ihren Freunden verantworten. Sie müssen sich mit dem, was Sie als Verteidigung für Ihre Kindertaufe vorbringen, vor Christus verantworten. Er ist zuständig für die Zuteilung des ewigen Lebens oder des ewigen Todes je nach dem, ob seine Anweisungen genau befolgt oder leichtfertig übergangen wurden. Der Apostel Paulus schreibt nämlich:

"Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit ein jeglicher das empfange, nachdem er gehandelt hat im Leibe, es sei gut oder böse" (2.Kor 5,10).

Und der Herr Jesus Christus kündigte selbst an:

"Es wird nicht jeder, der zu mir sagt: ,Herr, Herr', in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen tut meines Vaters im Himmel'. Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: ,Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Taten vollbracht?' Alsdann werde ich ihnen bezeugen: ,Ich habe euch nie gekannt; weichet von mir, ihr Übeltäter!" (Matth 7,21-23)

Es ist sehr gut, wenn sich jetzt Ihr Gewissen zu regen beginnt. Haben Sie wirklich für sich die erste Voraussetzung zum ewigen Leben auf richtige Weise erfüllt?

Nur die schriftgemäße Taufe schenkt ein gutes Gewissen

In seinem ersten Brief "an die auserwählten Fremdlinge in der Zerstreuung" schrieb der Apostel Petrus:

"Denn es ist besser, wenn es der Wille Gottes ist, ihr leidet als Wohltäter, denn als Übeltäter; weil auch Christus einmal für Sünden gelitten hat, ein Gerechter für Ungerechte, auf dass er uns zu Gott führte, und er ward getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist, in welchem er auch hingegangen ist und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis, die einstmals nicht glaubten, als Gottes Langmut wartete in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet ward, in welcher wenige, nämlich acht Seelen hindurchgerettet wurden durchs Wasser, welches auch jetzt im Gegenbild uns rettet als Taufe, welche nicht ein Abtun fleischlichen Schmutzes ist, sondern die an Gott gerichtete Bitte um ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi" (1. Petr. 3,17-21).

Um das Verständnis für die Taufe zu vertiefen, knüpfte Petrus hier an den geschichtlichen Bericht in 1.Mose 6,14 bis 1.Mose 8,22 an: Noah hatte nach dem Willen Gottes die Arche gebaut. Wir können uns vorstellen, wie sich seine Mitmenschen über ihn lustig machten. Sie fragten ihn sicherlich spöttisch: "Noah, was willst du mit diesem Riesenschiff hier auf dem Lande? Bist du denn von Sinnen?" Und als Noah ihnen Gottes Absicht sagte, dass eine gewaltige Flut kommen würde, wie es sie noch nie zuvor gegeben hatte, da lachten sie aus vollem Hals. Sie waren "gefangen" in ihrem täglichen Lebensrhythmus, sie "aßen und tranken, freiten und ließen sich freien bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging und merkten nichts, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin" (Matth 24,36- 39). Wer gläubig war, hörte auf die Botschaft Noahs und somit auf Gottes Stimme, ging in die Arche hinein und wurde durchs Wasser hindurchgerettet. Es waren nur Noah, seine Frau, seine drei Söhne und deren Frauen. Wer ungläubig war, wer den Bau der Arche als sinn- und nutzlos beurteilte, blieb außerhalb der Arche und ging zugrunde. Es gab plötzlich ein Zu-spät! Als der Regen nicht mehr aufhörte und das Wasser stieg, bereuten sicherlich sehr viele, dass sie Noah nicht geglaubt hatten. Darauf lenkte Petrus die Gedanken seiner Leser, als er ihnen die Lebensnotwendigkeit der wahren Taufe nach Jesu Anordnung verdeutlichte. So wie die Arche Noah und seine engsten Familienangehörigen rettete, wird eine gewissenhaft vollzogene Taufe die Gläubigen vor dem ewigen Tod retten! Die Taufe ist vom Herrn befohlen. Er ist die Arche, die uns birgt. Durch die Taufe sind wir "in Christus" (Röm 6,11; 1.Kor 15,22; 2.Kor 5,17; Gal 3,27-29; Eph 2,13; Thess 4,16; 1.Petr 5,14). Wer sich also nicht in der Arche befindet, den wird auch das Wasser der gleichgültig vollzogenen, falschen Taufe nicht retten, sondern zugrunde richten. Wie beim Bau der Arche mit den genauen Angaben über Abmessungen und Form wird auch für die Taufe der Glaube an Gottes Wort und der Gehorsam in der Nachfolge als wichtigste Grundlage betont. Wer an Christus glaubt, der gehorcht ihm und lässt sich in der vorgeschriebenen Weise taufen. Damit wird die Taufe die an Gott flehentlich "gerichtete Bitte um ein gutes Gewissen" genannt. Man muss also zuvor seine Sündhaftigkeit erkannt und daraus das Bewusstsein eines schlechten Gewissens gewonnen haben. Das ist bei Säuglingen nicht der Fall. Und man muss wirklich sicher sein, dass die Taufe nach dem Wort Gottes vollzogen wurde. Sonst bedrängt uns unser Gewissen mit der Furcht, dass unsere Taufe für ungültig erklärt wird, weil sie nicht Christi Wort entspricht!

Es liegt nun an Ihnen, Ihren Stand mit dem heute Gelesenen und mit dem Wort Gottes in der Bibel zu überprüfen und entsprechend der gewonnenen Erkenntnis zu handeln. Ich bitte Sie, dabei nach dem Grundsatz in der Bibel zu verfahren:

"Handelt also in der Furcht des Herrn, in Wahrheit und mit unverletztem Gewissen!" (2. Chr. 19,9)

Walter Hink
http://www.christadelphian.de/artikel/erwachsenentaufe.pdf

 

   

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