Ist der Messias im Himmel ein Gott?

Geschrieben von: Aleksandar Vuksanović

Oft wird die Offenbarung des Johannes herangezogen um zu beweisen, dass der Messias der Allmächtige GOTT ist. Manche Christen glauben irrtümlich, dass "Gott" Jesus seine "göttlichen" Fähigkeiten/Attribute auf der Erde abgelegt hat (Phil 2,6-11) um diese wieder bei der Himmelfahrt anzulegen.

Der Psalmist schreibt:

„Warum toben die Heiden und reden die Völker vergeblich? Die Könige der Erde stehen zusammen ... wider den HERRN [GOTT] und wider Seinen Gesalbten [Messias – Christus „der Gesalbte“]: «Wir wollen ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!» Der im Himmel thront, lacht, der HERR spottet ihrer. Dann wird ER [GOTT] zu ihnen reden ...: «ICH habe Meinen König [Jesus] eingesetzt auf Zion, Meinem heiligen Berge!» Ich will erzählen vom Ratschluss des HERRN; ER hat zu mir gesagt: «Du bist Mein Sohn, heute [nicht in Ewigkeit] habe ICH dich gezeugt“ (Psalm 2,1-7).

Seit seiner Auferstehung sitzt der Messias rechts neben seinem GOTT und wartet darauf, dass alle Feinde bezwungen werden.

Der HERR [ADONAI JHWH] sprach zu meinem Herrn [Adoni Jesus]: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße! (Psalm 110,1)

Das Sterbezeugnis des Stephanus ist eindeutig:

und er sprach: Siehe, ich sehe die Himmel geöffnet, und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen!

(Apg 7,56 vgl. Mt. 22,44; Lk. 2,42; 21,42; Mk 12,26; Apg 2,34; Hebr. 1,13)

Offenbarung Kapitel 1 bezeugt:

„Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die vor Seinem Throne sind“ (Off 1,4) „ und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen ...“ (Off 1,5)

Vers 4, „der da ist und der da war und der da kommt“? Es ist GOTT der Vater. Es kann nicht Jesus sein, denn von ihm ist erst in Vers 5 die Rede: „und von Jesus Christus.“ Solche Fakten sollte man nicht verwechseln.

In Offenbarung Kapitel 4 sitzt der allmächtige GOTT auf dem Thron: Das ist GOTT der Vater.

In Offenbarung Kapitel 5 lesen wir vom Lamm, dass vor GOTT steht. GOTT ist kein Lamm. GOTT steht auch nicht vor GOTT.

„Fürchtet GOTT und gebet IHM die Ehre ... und betet Den an, Der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat!“ (Off 14,7)

Ganz sicher ist hier von unserem GOTT und Vater die Rede! Wer hat den Himmel und die Erde gemacht?

So spricht JHWH, dein Erlöser und der von Mutterleibe an dich gebildet hat: Ich, JHWH, bin es, der alles wirkt, der die Himmel ausspannte, ich allein, die Erde ausbreitete durch mich selbst; (Jes 44,24)

„Diese sind es, die dem Lamme nachfolgen, wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen erkauft worden als Erstlinge für GOTT und das Lamm.“ [Beachte die Unterscheidung]. (Off 14,1)

Wer überwindet, den will ich zu einem Pfeiler im Tempel meines GOTTES machen, ... und ich will auf ihn den Namen meines GOTTES schreiben und den Namen der Stadt meines GOTTES, des neuen Jerusalem, welches aus dem Himmel von meinem GOTT herabkommt ...“

(Off 3,12)

Das hat der aufgefahrene Jesus gesagt, der schon etwa sechzig Jahre lang beim Vater im Himmel gewesen ist, als Johannes die Offenbarung geschrieben hat und immer noch nennt er GOTT „meinen GOTT“. An der Beziehung zwischen Jesus und seinem GOTT hat sich nichts geändert.

Die etwas realistischere "Weihnachtsgeschichte"

Und ein großes Zeichen erschien in dem Himmel: Ein Weib bekleidet mit der Sonne, und der Mond war unter ihren Füssen, und auf ihrem Haupte eine Krone von zwölf Sternen. Und sie ist schwanger und schreit in Geburtswehen und in Schmerzen zu gebären. Und es erschien ein anderes Zeichen in dem Himmel: und siehe, ein großer, feuerroter Drache, welcher sieben Köpfe und zehn Hörner hatte, und auf seinen Köpfen sieben Diademe; und sein Schwanz zieht den dritten Teil der Sterne des Himmels mit sich fort; und er warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor dem Weibe, das im Begriff war zu gebären, auf dass er, wenn sie geboren hätte, ihr Kind verschlänge. Und sie gebar einen männlichen Sohn, der alle Nationen weiden soll mit eiserner Rute; und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und zu seinem Throne. (Offenbarung 12,1-6)

GOTT ist Geist und kann daher nicht verschlungen werden. Genauso wenig kann GOTT zu GOTT entrückt werden.

Chronos / Kairos

Ein weiteres Argument ist die These, dass GOTT und Jesus sich in zwei verschiedenen Zeiten befinden (Jesus im Chronos und GOTT im Kairos) und es dadurch möglich ist, dass sie dadurch trotzdem Eins sind. Der Ausgangspunkt ist, dass Raum, Materie und Zeit nicht voneinander zu trennen sind. Mit der Erschaffung der Materie aus dem Nichts (Hebr. 11,3) trat auch die Zeit in Existenz. Die Zeit ist somit nur eine weitere endliche Dimension, welche in der Offenbarung 10,6 (...dass hinfort keine Zeit mehr sein soll.) ihr Ende findet. Der Mensch befindet sich im Chronos. Es betrifft die gesamte Zeitspanne der Menschheit in der Abläufe beginnen und wieder enden. "Dann berief Herodes die Weisen heimlich und erforschte genau von ihnen die Zeit [chronos] der Erscheinung des Sternes." (Mt. 2,7) "Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit [chronos] bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus?" (Joh. 14,9). GOTT hat die Zeit geschaffen, womit ER nicht nur außerhalb vom Raum, sondern auch außerhalb der ablaufenden Zeit steht. GOTT überblickt die gesamte Zeitspanne und gab den Propheten die Möglichkeit uns punktuell die Zukunft aufzuzeigen. Für GOTT sind Tausend Jahre wie ein Tag (Ps 90,4; 2Petr. 3,8). Die Zeit GOTTES ist nicht wie die Zeit des Menschen (Hiob 10,5). Der Physikprofessor Werner Gitt schreibt dazu: Den Kairos Gottes können wir uns als eine "ewige Gleichzeitigkeit" vorstellen, bei der die gesetzmäßige Strenge des Nacheinander unseres chronologischen Ablaufs aufgehoben ist. (Das biblische Zeugnis der Schöpfung). Auch wenn das Argument schwer nachvollziehbar ist (Jesus im Chronos und GOTT im Kairos), ergibt sich hier ein zusätzliches Problem. GOTT und Jesus sitzen jetzt nebeneinander. Der Himmel ist der Wohnort GOTTES (Ps. 2,4; 1Tim 6,16) und Jesus sitzt seit seiner Auferstehung rechts neben GOTT. Es ist schwer vorstellbar, dass sie sich immer noch in zwei verschiedenen "Zeitzonen" befinden.

Geschaffen nach seiner Art

In der gesamten Schöpfung ist jeder nach seiner Art geschaffen:

Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras hervorsprossen, Kraut, das Samen hervorbringe, Fruchtbäume, die Frucht tragen nach ihrer Art, in welcher ihr Same sei auf der Erde! Und es ward also. Und die Erde brachte Gras hervor, Kraut, das Samen hervorbringt nach seiner Art, und Bäume, die Frucht tragen, in welcher ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott sprach: Es wimmeln die Wasser vom Gewimmel lebendiger Wesen, und Gevögel fliege über der Erde angesichts der Ausdehnung des Himmels! Und Gott schuf die großen Seeungeheuer und jedes sich regende, lebendige Wesen, wovon die Wasser wimmeln, nach ihrer Art, und alles geflügelte Gevögel nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Wasser in den Meeren, und das Gevögel mehre sich auf der Erde! Und es ward Abend und es ward Morgen: fünfter Tag. Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Wesen nach ihrer Art: Vieh und Gewürm und Getier der Erde nach seiner Art! Und es ward also. Und Gott machte das Getier der Erde nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und alles, was sich auf dem Erdboden regt, nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen in unserem Bilde, nach unserem Gleichnis; und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das sich auf der Erde regt! (1.Mose 1,11-12.20-26)

GOTT hat alle Wesen nach seiner Art geschaffen. Ein Engel ist ein Engel, ein Mensch ist ein Mensch, ein Tier ist ein Tier, eine Pflanze ist eine Pflanze. Der ungeschaffene, ewig existente GOTT ist und bleibt immer GOTT. Viele Christen lehnen die Evolutionstheorie zurecht ab. Leider verkennen viele Christen, dass sie sich einer anderen Evolutionstheorie unterworfen haben. Viele Glauben das Engel Menschen werden können oder GOTT zu einem Menschen oder GOTT zu einem Engel wird. Die Form der (un-)biblischen Evolutionstheorie finden wir in verschiedenen heidnischen Mythologien, jedoch nicht in der biblischen Lehre. Die Vorstellung eines inkarnierenden Gottes, hat ihren Ursprung im Heidentum (Apg 14,11-12). 

Wem gebührt im Himmel nach der Auferstehung Jesu die Anbetung?

Die Anbetung erfolgt weiterhin an GOTT und nicht an das Lamm GOTTES:

Und die vier lebendigen Wesen sprachen: Amen! Und die Ältesten fielen nieder und beteten an. (Offb 5,14)

Und alle Engel standen um den Thron her und um die Ältesten und die vier lebendigen Wesen, und sie fielen vor dem Throne auf ihre Angesichter und beteten Gott an (Offb 7,11)

Und die vierundzwanzig Ältesten, die vor Gott auf ihren Thronen sitzen, fielen auf ihre Angesichter und beteten Gott an (Offb 11,17)

Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Throne sitzt, und sagten: Amen, Halleluja! (Offb 19,4)

Schlusswort

Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit. (Hebr. 13,8)

Der Messias ist immer derselbe. Wenn Jesus auf der Erde ein Mensch war, was soll er dann im Himmel sein? Jesus ist im Himmel ebenfalls ein Mensch mit einem Auferstehungsleib. Jesus ist nach seiner Art her ein Mensch. GOTT ist nach seiner Art her kein Mensch und er hatte auch nie vor einer zu werden:

„Denn ICH bin GOTT und nicht ein Mensch, als der Heilige bin ICH in deiner Mitte“ (Hos 11,9)

„GOTT ist nicht ein Mensch … noch ein Menschenkind …“ (4Mo 23,19)

„Denn ER (GOTT) ist kein Mensch …“ (1Sam 15,29)

GOTT JHWH ist auch immer derselbe und JHWH ist allein GOTT.

Ich, JHWH, bin der Erste, und bei den Letzten bin ich derselbe. (Jes 41,4b)

So spricht JHWH, der König Israels und sein Erlöser, JHWH der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott. (Jes 44,6)

Jesus wird in den Evangelien 84 Mal „Menschensohn“ (oder „Sohn des Menschen“) genannt.

GOTT hat Hesekiel 90 Mal „Menschensohn“ im gleichnamigen Buch genannt. Es bedeutet: Menschliches Wesen.

Der gefallene Mensch ist ein trübes Abbild GOTTES. Erst durch den sündlosen Menschen Jesus Christus wird uns diese verloren gegangene Abbildlichkeit zurückgegeben.

   

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