Der VATER ist Person

Geschrieben von: Aleksandar Vuksanović

Das biblische Personenverständnis ist in der gesamten Bibel immer ein Ich (Mensch) zu DU (GOTT).

Höre Israel: JHWH, unser GOTT, ist ein einziger JHWH! (5.Mose 6,4 vgl. Mk 12,29)

In Martin Buber's bekanntem Werk Ich und Du beschreibt der Autor die Beziehungsfähigkeit des Menschen zum "ewigen Du".

Die Grundworte sind nicht Einzelworte, sondern Wortpaare. Das eine Grundwort ist das Wortpaar Ich-Du. Das andere Wortpaar Ich-Es.
Das Grundwort Ich-Du stiftet die Welt der Beziehungen. [1]

Störig schreibt über Buber, dass die Ich-Du-Beziehung sich von der Ich-Es-Beziehung unterscheidet, als nur sie eine wirkliche Begegnung, ein wahrhaftiges "Gespräch" zulässt. Die Beziehungshaftigkeit des Menschen zum "ewigen Du" Gottes ist als zentral zu betrachten.

Die Ich-Es-Beziehung ist die normale, alltägliche Beziehung des Menschen zu den Dingen, die ihn umgeben in der Welt, die aus diesen Dingen besteht.
Nicht, dass Gott damit zu einem menschenartigen Wesen verkleinert würde - diesen Fehler haben allerdings sogar Theologen begangen; aber zu den unzählbaren Attributen des Göttlichen gehört auch, dass es zu uns sprechen kann.
Die Ich-Du-Beziehung ist für ihn stets eingebettet in die und übergriffen von der Beziehung des Menschen zu Gott. [2]

Die heidnische Dreigötterlehre führte zu einer Kollektivierung des Gottesbegriffes. Die Personalität JHWHs wurde ausgelöscht und in die Trinitätslehre übertragen. Der alleinige GOTT der Bibel, wurde Einer von Dreien. Das Heidentum ist voll von Göttertriaden und Halbgöttern. Das traditionelle Christentum hat sich durch die Kirchengeschichte diese Fesseln freiwillig angelegt. Adams Sünde war, dass er erkennen (im hebräischen Sprachsinne "bestimmen") wollte, was gut und böse ist. Anstatt der Bibel zu vertrauen und den einen GOTT der Bibel anzubeten, laufen viele Christen der Mehrheit nach. Gebunden im Geist längst verblichener Traditionen, oft nicht fähig, dass eigene Gehirn zu nutzen um durch die Schrift und damit aus GOTT durch seinen Geist zu erfahren, wer ER ist. Der Geist der Tradition ist stark in vielen Gläubigen.

Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren. (Mat 15,7; Lk 7,7)

Ein Christ ist dazu aufgerufen, jede Lehre zu Hinterfragen und Anhand der Bibel zu prüfen.

...prüfet aber alles, das Gute haltet fest. (1.Thess 5,17)

Selbstgesetzte Lehren von Menschen werden dadurch nicht richtiger, dass sie kreativ umschrieben oder in das Wort Gottes hineingepresst werden. Selbstgesetzte Lehren von Menschen kennen nur einen Ort, an dem sie gut aufgehoben sind: den Mülleimer. Geistiger Unrat muss entsorgt werden. Es ist die Sünde gegen das erste Gebot.

Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. (2.Mo 20,3 )

Eine klare Perspektive zum Himmel ermöglich auch eine klare Perspektive zum Nächsten. Genausowenig wie GOTT ein wir ist, sind auch unsere Mitmenschen ein wir. Diese klare Perspektive ermöglicht dem Christen, sich geistlich zu entwickeln.

Ein wichtiger Punkt ist die Allmacht GOTTES. Wenn nun der VATER Allmächtig ist und Jesus Allmächtig ist und auch der heilige Geist Allmächtig ist, was bedeutet das? Die "drei" können gar nicht gleichzeitig allmächtig sein, das wäre ein Widerspruch. Entweder hat Einer Allmacht oder drei Teilen sich die Macht. Das ist dann aber nicht Allmacht, sondern Machtteilung. Wir befinden uns damit auf dem Feld der griechischen Philosophie der Halbgötter. Die Inkarnationslehre passt somit sehr gut in dieses heidnische Konzept. Diese Göttervorstellungen behindern den Christen in seiner Entwicklung. Diese relative Macht hat nämlich ihre Grenzen und steht diametral zu der grenzenlosen Macht GOTTES.

Wie viele Bücher wurden geschrieben, um diesen christlichen Polytheismus zu verteidigen? Der Grund ist auch hier einfach. Stellen sie sich vor, sie sind Pastor einer Gemeinde und leben von dem Zehnten ihrer Gemeindemitglieder. Sie sind angestellt in einem Missionswerk oder Bibellehrer an einer Bibelschule. Einfach gesagt, sie sind finanziell direkt abhängig von ihrem Glauben oder besser gesagt von den Glaubenssätzen ihrer Organisation. Wer hätte den Mut aufzustehen und zu sagen, ich glaube der Bibel und lehre nicht mehr diese außerbiblischen Lehren? Wer hätte den Mut aufzustehen und sich vor der Gemeinde zu entschuldigen, dass er Jahre und Jahrzehnte heidnische Götterkonzepte auf der Kanzel verteidigt hätte? Wer hätte den Mut vor GOTT JHWH wochen-, oder monatelang auf die Knie zu gehen und sich bei GOTT zu entschuldigen für seine außerbiblischen Lehren? Wer hätte den Mut, sein Liedgut zu durchleuchten und alle Lieder zu entfernen, die nicht GOTT JHWH die Ehre geben?

Der Geist der Tradition und Menschenfurcht trennt uns von der biblischen Wahrheit. Der Adam in uns schafft sich durch fassbare und greifbare Götter eine Brücke zu GOTT, die nicht in Christus verwurzelt ist. Man kann auf einen wahren Grund, auf Christus, falsch bauen. Gerade die Christen in Korinth schienen ihre heidnische Vergangenheit nicht überwunden zu haben.

Denn einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wenn aber jemand auf [diesen] Grund baut Gold, Silber, köstliche Steine, Holz, Heu, Stroh, so wird das Werk eines jeden offenbar werden, denn der Tag wird es klar machen, weil er in Feuer geoffenbart wird; und welcherlei das Werk eines jeden ist, wird das Feuer bewähren. Wenn das Werk jemandes bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen; wenn das Werk jemandes verbrennen wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer. (1.Kor 3,11-15)

Die Weltweisheit steht im klaren Gegensatz zur Weisheit GOTTES. Es sind Satzungen der Menschen und wurden nicht von Christus gelehrt.

Sehet zu, dass nicht jemand sei, der euch als Beute wegführe durch die Philosophie und durch eitlen Betrug, nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt, und nicht nach Christo (Kol 2,8)

Der Anfang der Erkenntnis ist die Furcht der Person JHWH, der allein GOTT ist. Die Antipersonalität des einen GOTTES trennt viele Gläubige davon, sich korrekt im Glauben zu entwickeln.

Die Furcht JHWHs ist der Erkenntnis Anfang; die Narren verachten Weisheit und Unterweisung. (Ps 1,7 vgl. Hiob 28,28, Spr 9,10)

Der Mensch braucht einen klaren Bezugspunkt. Das Ich muss genau wissen, wer das DU ist. Personsein heißt im Wortsinn durchrufen. Person ist der Mensch nicht durch Selbstsetzung, sondern durch den Ruf des einen GOTTES. Werden wir des einen GOTTES beraubt (Wir statt ER), hat dies unweigerlich Einfluss auf unser Ich. Der Atheist und Philosoph Sartre hat es treffend beschrieben. Der unendliche Bezugspunkt muss klar sein. Es sind keine drei unendlichen Bezugspunkte, das ergebe auch keinen Sinn. Man könnte auch sagen, dass ein Aufweichen des Monotheismus zu unklaren Gottesvorstellungen führt.

Der Mensch ist persönlich, aber endlich, begrenzt und reicht somit als Integrationspunkt für sich selbst nicht aus. Ein endlicher Punkt habe nur dann einen Sinn, wenn er einen unendlichen Bezugspunkt habe.
Jean-Paul Sartre (1905-1980)
 
Jesus war und ist ein Mann. Der allein unfassbare, unendliche und unsichtbare GOTT JHWH hat keinen geschlechtlichen Bezug. Er ist Person und wird für einen Mann gehalten (1.Mo 18) und handelt wie ein Mann. GOTT offenbart sich in männlichen Relationen. GOTT ist und bleibt aber Geist. Weil GOTT sich in männlichen Relationen offenbart, kann das erste Geschöpf Gottes nur ein Mann sein. Eva wurde Adam zur Seite gestellt, damit er nicht einsam ist. Der Mensch ist Person, weil GOTT sich als eine Person offenbart und ER den Menschen ruft. Wir finden den einen GOTT JHWH über 6700 mal im Alten Testament und über 1300 mal im Neuen Testament als ho theos.

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten. (Joh 4,24)

Die Allmacht GOTTES bestätigt sich auch durch seinen Willen. Der eine Wille GOTTES macht das Gottesvolk gehorsam. Ein unklares Gottesbild führt zur Zersplitterung der biblischen Lehre. GOTT JHWH hat seinen eigenen Willen und der Messias Jesus hat seinen eigenen Willen. GOTT JHWH hat nicht dem Wunsch Jesu entsprochen. Letztendlich geschah doch der Wille des einen GOTTES und nicht der Wille Jesu.

Jesus spricht: Vater, willst du, so nehme diesen Kelch von mir, doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe! (Lk 22,42)

Lasst uns mit Gottesfurcht und Zittern zu dem einen VATER-GOTT freudig zurückkehren (Ps 2,11). Dies tun wir im Namen Jesu Christi, der uns als einziger zum VATER bringen kann. Dann schenkt ER uns Weisheit, Heiligkeit, Demut und Ehrfurcht.


Buber, Martin: Ich und Du, Reclam. S. 3-4, 7
Störig, Hans Joachim: Kleine Weltgeschichte der Philosophie, Fischer. S. 676-678

 

   

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