18. Bibelverse, die sagen, dass Jesus nicht GOTT ist.

(Jesus Is Not God Bible Verses)
Von Servetus the Evangelical

Fast alle Christen glauben, dass Jesus GOTT war und ist. Das haben die Amtskirchen schon immer so gelehrt. Christen sind der Meinung, dass dieser Glaube angeblich fest auf der Bibel gegründet ist. Es gibt jedoch keinen einzigen Vers in der Bibel, der unmissverständlich sagt: „Jesus ist GOTT“ oder etwas Ähnliches. Außerdem finden wir in keinem der neutestamentlichen Evangelien eine Aussage von Jesus, in der er sich als GOTT ausgewiesen hat. Tatsächlich gibt es viele Bibelverse, die darauf hinweisen, dass Jesus nicht GOTT sein kann, weil sie erklären, dass nur der Vater allein GOTT ist oder weil sie Jesus von GOTT unterscheiden. Drei unwiderlegbare Stellen im Neuen Testament bestätigen diese beiden Aussagen.

Da ist zuerst einmal eine Aussage Jesu, die uns nur im Johannesevangelium berichtet ist. Der Schauplatz ist das letzte Mahl, das Jesus mit seinen Jüngern einnimmt, kurz bevor er verhaftet und gekreuzigt wird. Im Beisein seiner Jüngern hat er gebetet und gesagt: Vater, … das ist aber das ewige Leben, dass sie DICH, der DU allein wahrer GOTT bist, und den DU gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ (Joh 17, 3)

Jesus hat also gesagt, dass der Vater „der allein wahre GOTT“ ist und sich dann von diesem einen GOTT unterschieden. Diese beiden Aussagen weisen klar und eindeutig darauf hin, dass Jesus nicht auch noch GOTT sein kann.

Bei zwei anderen Begebenheiten hat der Jesus, von dem Johannes uns berichtet, den Vater als den einzigen GOTT identifiziert. Früher schon hatte er einmal seinen jüdischen Gegnern gesagt, dass der Vater der alleinige GOTTist (Joh 5, 44). Und das andere Mal, wo Jesus sich selbst von diesem einen und alleinigen GOTT unterscheidet, geschieht auch bei dem letzten Abendessen, wo Jesus seinen Jüngern befiehlt: Glaubt an GOTT und glaubt an mich!(Joh 14, 1).

Zwei weitere neutestamentliche Stellen, die unwiderlegbar beweisen, dass nur der Vater GOTT ist und die Jesus von GOTT unterscheiden, finden wir in einem der Briefe von Paulus. Er schreibt an die Gemeinde in Korinth: „So wissen wir, dass kein Gott ist als nur EINER … so ist doch für uns ein GOTT, der Vater, von dem alle Dinge sind und wir auf IHN hin, und ein Herr, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn“ (1. Kor 8, 4 u.6). Hier erklärt Paulus klar und deutlich, dass es für Christen nur einen GOTT gibt, den Vater, und dass es keinen anderen Gott gibt, woraus sich schlüssig ergibt, dass Jesus nicht GOTT ist.

Viele von der Tradition geprägte Theologen zitieren diesen Abschnitt, um damit zu untermauern, dass Jesus präexistiert hat und kommen dann zu dem Schluss, dass er GOTT war. Doch wenn sie das tun, dann ignorieren sie die zweifache Erklärung von Paulus, dass es nur einen GOTT gibt und das ist der Vater. Auch wenn Jesus präexistiert hätte, würde das nicht automatisch beweisen, dass er GOTT gewesen ist. Das Judentum aus der Zeit des zweiten Tempels hat einige gerechte Menschen als präexistent gesehen, wobei diese Juden aber nicht daraus geschlossen haben, dass eine solche Präexistenz darauf hinweist, dass diese Menschen eigentlich Götter gewesen sind.

Der dritte unwiderlegbare neutestamentliche Text, der bestätigt, dass es einen GOTT gibt, der der Vater ist und der Jesus von diesem einen GOTT unterscheidet, ist der Brief des Paulus an die Epheser. Er schreibt: „Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen worden seid in einer Hoffnung eurer Berufung! Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein GOTT und Vater aller, DER über allen und durch alle und in allen ist“ (Eph 4, 4-6). Paulus identifiziert hier Jesus unausgesprochen mit dem „einen Herrn“ und unterscheidet ihn von dem „einen GOTT“, den er unmissverständlich „den Vater“ nennt. Paulus ist ein einmaliger Autor neutestamentlicher Schriften, dahingehend, dass er ausschließlich und konsequent Jesus „Herr“ und den Vater „GOTT“ nennt. Deshalb nennt er Jesus niemals „GOTT“.

Diese drei neutestamentliche Stellen – Joh 17, 3; 1. Kor 8, 4 u.6 und Eph 4, 4-6 – beweisen also ohne jeden Zweifel, dass nur der Vater GOTT ist, weshalb Jesus nicht GOTT sein kann. Einer der vielen anderen neutestamentlichen Texte, die bestätigen, dass Jesus nicht GOTT ist, ist der Bericht von dem Gespräch mit dem reichen jungen Mann. Dieser Mann hat Jesus ganz ernst gefragt: „Guter Lehrer, was soll ich tun, damit ich ewiges Leben erbe?“ Worauf Jesus geantwortet hat: „Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer, GOTT(Mark 10, 17-18; Luk 18, 18-19; vergl. Matth 19, 16-17).

Viele Christen sind durch diese Aussage etwas verwirrt worden, weil sie glauben, dass Jesus damit angedeutet hätte, dass er selbst nicht gut ist. Aber das Neue Testament stellt sehr oft heraus, dass Jesus ein gerechter Mensch gewesen ist, der nicht gesündigt hat (Apg 3, 14; 2. Kor 5, 21; Hebr 4, 15; 7, 26; 2. Petr 2, 22). Was soll es aber dann bedeuten, wenn Jesus gesagt hat: „Niemand ist gut als nur einer, GOTT“? Im alttestamentlichen Judentum und besonders auch im hellenistischen Theismus hat man nur den einen GOTT als „gut“ im absoluten Sinne angesehen. Das muss es gewesen sein, was Jesus in diesem Gespräch gemeint hat. Menschen hat man nur ein einem abgeleiteten Sinne „gut“ genannt, von GOTT her, den man als die Quelle des Guten erkannt hat.

Viele neutestamentliche Stellen zeigen, dass Jesus nicht GOTT gewesen ist. So erklärt das Neue Testament zum Beispiel sehr oft, dass GOTT Jesus gesandt hat, dass GOTT mit ihm in seinem Dienst gewesen ist und dass GOTT ihn aus den Toten auferweckt hat.

Petrus hat in seiner ersten Predigt Folgendes verkündigt: Jesus von Nazareth, von GOTT unter euch ausgewiesen durch Taten und Wunder und Zeichen, die GOTT durch ihn in eurer Mitte getan hat“ (Apg 2, 22). Später hat Petrus davon gesprochen, „wie GOTT Jesus von Nazareth gesalbt hat mit Heiligem Geist und Kraft; der ist umhergezogen und hat Gutes getan und alle gesund gemacht, die in der Gewalt des Teufels waren, denn GOTT war mit ihm“ (Apg 10, 38).

In den Grußformeln seiner zehn Briefe identifiziert Paulus GOTT als den Vater, immer unterscheidet er GOTT von Jesus Christus und niemals erwähnt er hier den heiligen Geist. Für ihn typisch, schreibt er: „Gnade euch und Friede von GOTT, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus“. Diese Aussage bestätigt weiterhin, dass nur der Vater GOTT ist und dass Jesus nicht GOTT ist.

Zudem enthält die Bibel verschiedene Verse, die unmissverständlich bekunden, dass Jesus einen GOTT hat und die meisten davon sagen, dass ER der Vater ist. Als Jesus am Kreuz gehangen hat, hat er Psalm 22, 1 zitiert und zum Vater geschrien: „MEIN GOTT, MEIN GOTT, warum hast DU mich verlassen?“ (Matth 27, 46; Mark 15, 34). An dem Tag als Jesus auferweckt worden ist, hat er zu Maria Magdalena gesagt: „Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem GOTT und eurem GOTT!“ (Joh 20, 17). Dreimal hat der Apostel Paulus über „den GOTT und Vater unseres/des Herrn Jesus (Christus)“ geschrieben (Röm 15, 6; 2. Kor 1, 3; 11, 31; vergl. Eph 1, 17). Und nicht zuletzt wird der himmlische Jesus fünf Mal zitiert, wo er sagt: “Mein GOTT” (Off 3, 2; 3, 12; vergl. 1, 6).

Der Vers, der mich zum ersten Mal veranlasst hat, die Frage zu stellen, ob Jesus GOTT ist, ist seine Aussage in Rede auf dem Ölberg gewesen, in der es um die Zeit seiner Wiederkunft gegangen ist. Hier sagte Jesus: „Von jenem Tag aber und jener Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel in den Himmeln, auch nicht der Sohn, sondern der Vater allein“ (Matth 24, 36; Mark 13, 32). Da Jesus nicht den Zeitpunkt seiner Wiederkunft gewusst hat, kann er nicht GOTT gewesen sein, denn er teilt seinen Jüngern mit, dass sein GOTT und Vater allein dieses weiß. Die orthodoxe christliche Theologie hat immer behauptet, dass GOTT allwissend ist, d.h. dass ER alles kennt, einschließlich aller Einzelheiten, die in der Zukunft liegen. Auch von daher kann Jesus nicht GOTT gewesen sein.

 
Dieser Artikel stammt von Kermit Zarley (Servetus the Evangelical). Auf seiner Webseite – servetustheevangelical.com – kann man 50 solcher Artikel in englischer Sprache lesen. Sie sind eine Zusammenfassung seines sorgfältig recherchierten, biblisch in die Tiefe gehenden, 600-seitigen Buches mit dem Titel: The Restitution of Jesus Christ (2008)

 

   

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