Dreikaiseredikt

Edikt der Kaiser Gratian, Valentinian und Theodosius an das Volk der Stadt Konstantinopel.

Es ist unser Wille, dass alle Völker, die die Zurückhaltung unserer Milde regiert,
in dem Glauben leben, den der heilige Apostel Petrus den Römern überliefert hat,
was dieser von ihm selbst eingeführte Glaube bis heute zeigt.
Und es ist klar, dass der Bischof Damasus ihm folgt,
ebenso Petrus, der Bischof von Alexandria, ein Mann von apostolischer Heiligkeit.

Das heißt, dass wir in Übereinstimmung mit der apostolischen Unterweisung und der evangelischen Lehre
an eine Gottheit des Vaters, des Sohnes und des Heiligem Geistes
in gleicher Majestät und frommer Dreiheit glauben sollen.

Diejenigen aber, die die Unverletzlichkeit des göttlichen Gesetzes
entweder durch Unkenntnis verwirren oder durch Geringschätzung verletzen
oder beschädigen, begehen ein Sakrileg (ein schwerer Frevel).

Wir befehlen, dass die, die diesem Gesetz folgen, den Namen „katholische Kirche“ tragen dürfen,
die übrigen aber, die wir öffentlich zu Verrückten und Wahnsinnigen erklären,
den Schmach ertragen müssen, einer häretischen Lehre zu folgen,
und die Gebäude ihrer Versammlungen nicht den Namen „Kirche“ tragen dürfen.

Sie sollen zuerst durch die göttliche Strafe, dann auch durch unser Vorgehen,
das wir von der himmlischen Macht empfangen haben, Strafe erleiden.

Erlassen am 28. Februar in Thessalonike,
im Jahr des fünften Konsulats Gratians und des ersten Konsulats des Theodosius.

https://de.wikipedia.org/wiki/Cunctos_populos

 

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