Geschichtliches
Der Schwerpunkt der Entwicklung der Trinitätslehre lag offensichtlich im 4. Jahrhundert n. Chr., auch wenn markante Formulierungen erst im 5. und 6. Jahrhundert hinzukamen.
Am bekanntesten dürfte das Konzil von Nicäa im Jahr 325 n. Chr. sein, unter Kaiser Konstantin. Dabei wurde noch keine Trinitätslehre formuliert, sondern Jesus Christus zum gleichen Gott wie sein Vater erklärt, während der Heilige Geist nur wie beiläufig Erwähnung fand. (Das Bekenntnis von Nicäa)
Erst im Jahr 381 wurde schließlich die Dreieinigkeitslehre als Kern des Christentums und dieses zur alleinigen Staatsreligion im damals herrschenden römischen Reich erklärt. Alle, die diesem Bild von einem "Drei-Götter-Gott" nicht dienen würden, wurden mit dem Tode bedroht ("Das Dreikaiseredikt"). Diese Entwicklung wird hier aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.
Danach gab es noch weitere namhafte Konzile, etwa in Ephesus (431) und Chalcedon (450), auf welchen Maria zur Gottesgebärerin erklärt und die "Zwei-Naturen-Lehre" beschlossen wurde.
Mir scheint bei alledem die Beschreibung in Röm 1 zutreffend zu sein:
...weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, denn Gott hat es ihnen offenbart (...) weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde. Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden... (Röm 1,19-22)

